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Beileid wünschen im Computerzeitalter

Beileid wünschen im Computerzeitalter

In den letzten 20 Jahren hat sich die Kommunikation sehr verändert. Neben einem persönlichen Gespräch und dem Festnetztelefon erreichte das Internet viele Haushalte und mittlerweile kann man auch mit einem Smartphone von jedem Ort aus mobil surfen. Damit veränderten sich auch die Kommunikationsgewohnheiten der Menschen und viele nutzen täglich das Internet um sich mit der Familie oder Freunden zu unterhalten. Email, SMS und Internet-Telefonie gehören zu den meist genutzten Kommunikationsmedien und oft sind sie auch die günstigste Variante um den Kontakt zu weit entfernt wohnenden Freunden nicht zu verlieren. Wenn dann ein schlimmes Ereignis eintrifft und ein geliebter Mensch verstirbt, stellt man sich die Frage in welche Form man sein Beileid übermitteln soll und ob das Kondolieren auf elektronischem Wege angebracht ist.

Kondolieren per Computer ist eine Frage der Möglichkeiten

Wohnen Familienmitglieder sehr weit auseinander und kommunizieren sie häufig über den Computer und das Internet, kann das Beileid wünschen per Internet-Telefonie oder Email durchaus angemessen sein. Sind Gespräche via Internet nur selten und man bevorzugt im Alltag das Telefon für Unterhaltungen, so ist ein Video-Chat sicherlich nicht die beste Wahl um sein Beileid auszudrücken. Es kommt also zum einen darauf an, welcher Medien man sich im Alltag bedient um Kontakt zu halten. Zum anderen ist es wichtig wie viele Kilometer man von den Hinterbliebenen entfernt ist, denn im modernen Zeitalter lassen sich auch große Entfernungen im Notfall schnell überbrücken. Persönlich zu erscheinen und die Angehörigen des Verstorbenen in der schweren Zeit durch Anwesenheit zu unterstützen, ist noch immer für alle Beteiligten die beste Wahl. Doch das lässt sich aus verschiedenen Gründen nicht immer realisieren und wenn das Geld für einen Flug fehlt oder der Job keine Auszeit ermöglicht, sollte man das ehrlich zugeben und den Hinterbliebenen auf elektronischem Wege sein Beileid ausdrücken. Auch die Trauerfloristik oder Trauerkarten kann man auf diesem Wege bestellen und den Trauernden ins Haus schicken lassen.

Persönliche Besuche sind schwer, aber notwendig

Verstirbt ein Mensch, der einem sehr nahe gestanden hat, so wünscht man sich die Unterstützung von Familie und Freunden. Eine Email oder ein Telefonat spenden im Vergleich zu einem persönlichen Gespräch nur wenig Trost. Eine Umarmung drückt mehr Mitgefühl aus als alle Worte und wann immer es die Möglichkeit gibt, persönlich zu kondolieren, sollte man sie nutzen. Schließlich wäre man selbst in so einer schwierigen Zeit auch um jede persönliche Unterhaltung froh. Ein Gespräch per Kabel oder Satellit kann mit einer Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht nicht mithalten, denn die körperliche Nähe bildet ein großes Stück des Trostes den Trauernde in dieser Zeit brauchen.

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