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Als Gedenktage bezeichnet man die Kalendertage, die der allgemeinen Trauer um die Verstorbenen vorbehalten sind. Aber auch persönliche Termine wie die Todestage verstorbener Familienmitglieder kann man als Gedenktage bezeichnen. Im Prinzip ist jeder Tag, an dem man liebevoll an die Verstorbenen denkt, vielleicht ein altes Foto zur Hand nimmt, ein Gedenktag. In der katholischen Kirche ist Allerseelen der allgemeine Gedenktag im Kirchenjahr und das Gegenstück in der evangelischen Kirche ist der Totensonntag, der seit einigen Jahren Ewigkeitssonntag genannt wird.

Die Bedeutung von Allerseelen

Der Gedenktag Allerseelen wurde von der katholischen Kirche Anfang des 14. Jahrhunderts eingeführt. Die Idee dazu ist jedoch um einiges älter, denn Abt Odilo von Cluny führte diesen Tag bereits 998 in allen von ihm geführten Klöstern ein. Das von ihm erlassene Dekret dazu ist bis heut erhalten geblieben. Von Cluny aus verbreitete sich das Allerseelenfest in der gesamten katholischen Kirche. Theologisch ist es angelehnt an die Lehre vom Fegefeuer als Ort der Läuterung für alle Toten. Am 2. November werden alljährlich die Leiden der armen Seelen erleichtert und man gedenkt den Toten, indem man Fürbitte leistet. Die Gräber werden eigentlich erst an diesem Tag gesegnet auch wenn dies vielerorts bereits an Allerheiligen, dem Tag vor Allerseelen, fälschlicherweise erfolgt.

Der Totensonntag der evangelischen Kirche

Der Sonntag vor dem 1. Advent ist in der evangelischen Kirche der Gedenktag für die Verstorbenen. König Friedrich Wilhelm III. bestimmte diesen Tag 1816 zum allgemeinen Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen in den preußischen Gebieten. Inzwischen enthalten die Feiertagsgesetze aller Bundesländer außer Hamburg diesen Tag als „stillen Feiertag“. An diesem Tag gelten besondere Bestimmungen. So dürfen beispielsweise in Gaststätten keine Musikaufführungen stattfinden. Da der Totensonntag der letzte Kirchensonntag der evangelischen Kirche ist, werden an diesem Tag die Toten des vergangenen Kirchenjahres verlesen und in vielen Gemeinden werden die Hinterbliebenen auf den Gemeindefriedhof zum Gottesdienst eingeladen. Wie in der katholischen Version des Totengedenktages werden auch die Gräber der evangelischen Gräber mit Blumen oder Gestecken geschmückt.

Private Gedenktage

In vielen Kulturen wird der Todestag eines Verstorbenen jedes Jahr in der Familie feierlich begangen. Man  besucht zusammen das Grab und schmückt es mit frischen Blumen oder Gestecken und verbringt auch den Rest des Tages zusammen. So wird der Familienzusammenhalt gestärkt und die Erinnerung an den Verstorbenen wird an die Enkel und Urenkel weitergegeben. Diese persönlichen Gedenktage empfinden viele Menschen als emotionaler als die allgemeinen Festtage zum Totengedenken und auch die junge Generation gedenkt ihren Verstorbenen zum Todestag mit virtuellen Kerzen oder einem Grabbesuch.

Hamburg liegt im Norden des Landes an der Elbe und ist mit etwa 1,8 Millionen Einwohnern nach Berlin die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Schon im 7. Jahrhundert wird Hamburg das erste Mal urkundlich erwähnt und heute ist die Stadt ein wichtiger Handels- und Industriestandort.

Viele interessante Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel der Hamburger Hafen locken jährlich viele Touristen in diese Stadt im Norden Deutschlands.

Viele grüne Friedhöfe laden zudem ein, den bereits verstorbenen und berühmten Söhnen und Töchtern der Stadt Hamburg einen Besuch abzustatten. Die wunderschönen alten Waldfriedhöfe sind zudem eine Oase der Ruhe und Beschaulichkeit.

Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten

Zu den Wahrzeichen der Stadt gehören der „Michel“ und der Hamburger Dom, das bekannte Volksfest. Wer der Perle des Nordens einen Besuch abstattet, kann viele Plätze, Parks und Gebäude in seine Sightseeing-Liste eintragen. Neben der Reeperbahn und vielen anderen bekannten Plätzen und Gebäuden der Stadt sind auch einige der mehr als 50 Friedhöfe berühmt, denn viele Prominente haben in der Stadt ihre letzte Ruhestätte gefunden. Heidi Kabel, Hans Albers, Heinz Erhardt und andere berühmte Persönlichkeiten sind auf einem der Friedhöfe in Hamburg beigesetzt worden.

Der Friedhof Ohlsdorf gilt als größter Parkfriedhof der Welt und mit einer Größe von 391 Hektar ist er gleichzeitig Hamburgs größte Grünanlage.

In Öjendorf entstand Deutschlands erster Rasenfriedhof, der durch seine naturnahe Gestaltung vielen Hamburgern als gern besuchtes Naherholungsgebiet dient.

Zwischen dem Bergischen Land und der Eifel liegt die Stadt Köln. Knapp eine Million Einwohner konnte die Stadt zuletzt verzeichnen und die Rheinhäfen der Stadt zählen zu den wichtigsten Binnenhäfen Europas.

Köln in der Römerzeit

In den drei geschichtlichen Epochen der Stadt nahmen die Römer viel Raum ein. Es wird angenommen, dass diese um 19 vor Christus gegründet wurde und Köln wäre damit auch die älteste Stadt Deutschlands. Schon zu Zeiten der Römer gab es Köln und die damit verbundene typisch römische Infrastruktur, von der heute noch Reste sichtbar sind. Der älteste datierte römische Steinbau Deutschlands, das Ubiermonument, kann unterirdisch besichtigt werden und auch oberirdisch gibt es Reste der römischen Stadtmauer zu sehen, wie der Römerturm beweist.

Sehenswertes in Köln

Der Kölner Dom ist im ganzen Land ein Begriff und es lohnt sich auf jeden Fall diese große Kathedrale auch von innen zu besichtigen. Die Gebeine der heiligen Drei Könige ruhen hier in imposanten Särgen. Zudem bieten auch die Altstadt mit gemütlichen Kneipen und das schöne Rheinufer Ruhe und Entspannung.

Auch der Karneval in Köln ist weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Er zeugt vom Frohsinn und der Lebenslust der Rheinländer. An einer der größten Universitäten des Landes, der Universität zu Köln, sind 44.000 Studenten eingeschrieben und das kulturelle Erbe der 2000-jährigen Stadt lockt jedes Jahr viele Besucher an.

Kölns Friedhöfe lohnen einen Besuch

In der alten Stadt Köln gibt es mehr als 50 Friedhöfe und einige davon sind einen Besuch wert. Auf dem 200 Jahre alten Melatenfriedhof stehen Bäume und Gräber in einer fast natürlichen Einheit und viele Einheimische nutzen die großzügige Anlage für eine Atempause im stressigen Alltag. Der Jüdische Friedhof Köln-Bocklemünd lädt an sonnigen Tagen zum Verweilen zwischen den zum Teil zugewachsenen Grabstellen ein.

Seit 1990, dem Jahr der Wiedervereinigung, ist Berlin die Hauptstadt Deutschlands und gleichzeitig die flächengrößte und bevölkerungsreichste Stadt im Land. Die erste urkundliche Erwähnung Berlins stammt aus dem 13. Jahrhundert und seitdem war Berlin bereits mehrmals Hauptstadt von deutschen Staaten. Mehr als 3 Millionen Einwohner sind derzeit in Berlin registriert und die verschiedenen Viertel bieten Lebensraum für sehr unterschiedliche Charaktere und Kulturen.

Berlin und seine Friedhöfe

Wo so viele Menschen leben, spielt auch der Tod eine große Rolle und die Zahl der Friedhöfe als Gedenkstätten für die Verstorbenen in Berlin beweist das. Insgesamt hat die Stadt 221 Friedhöfe. Davon sind 182 geöffnet und die Gesamtfläche aller Friedhöfe beträgt 1.150 ha. Neben vielen berühmten Plätzen nutzen die Berliner auch ihre Friedhöfe zum Entspannen.

Der Zentralfriedhof Friedrichsfelde wirkt durch seine parkähnliche Gestaltung sehr ansprechend und ein kleiner Spaziergang durch den Friedhof, der 1881 einweiht wurde, ist für viele Berliner eine willkommene Pause vom Alltagstrubel.

Der Waldfriedhof im Bezirk Zehlendorf ist wesentlich jünger, doch die weitläufige Anlage mit ihren schlichten Grabsteinen und dem fließenden Übergang von Grab- zu Waldfläche wird bewusst gepflegt und gern als Ruhepol genutzt.

Der jüdische Friedhof in Berlin Weißensee kämpft gegen den Verfall. Zwischen verwitterten Grabsteinen erobert sich die Natur ihren Platz zurück. Die Natur lässt die Wege zuwachsen und der Ort erinnert ein bisschen an ein verwunschenes Schloss. Die jüdische Gemeinde in Berlin bemüht sich darum, dass der alte Friedhof auf die Liste des Unesco – Weltkulturerbes gesetzt werden soll. Dieses einzigartige Gartendenkmal ist allemal einen Besuch wert.

In Berlin befindet sich auch die Gedenkstätte „Deutscher Widerstand“, die für Interessierte einen Besuch allemal wert ist.

Die besten Beerdigungen der Welt

Ein Tag im Leben der drei Geschwister Ester (9 Jahre), Ulf (10 Jahre) und Putte (5 Jahre).
Ein Sonntag auf dem Land! Ester und Ulf langweilen sich. Als Ester eine tote Hummel auf der Fensterbank findet, hat sie eine Idee: Tote Tiere beerdigen! Jemand muss sich schließlich um sie kümmern. Ein bisschen Geld könnte man auch damit verdienen.
Die Kinder gründen ein Beerdigungsinstitut. Ester organisiert, Ulf, der keine  toten Tiere anfassen kann, schreibt Grabreden in Gedichtform und der kleine Bruder Putte soll weinen oder Grabsteine bemalen. Sie sammeln alles, was für ein Begräbnis wichtig ist, in einem Koffer.

Der ‚Tier-Friedhof’ ist unter einer Buche. Im Feld finden die Kinder eine tote Maus, an der Straße ein Kaninchen und einen Igel, außerdem stirbt Brigittas Hamster („Kostet 5 Euro!“) und als mal kurze Zeit keiner stirbt, nehmen sie die Heringe aus dem Kühlschrank.
‚Der Friedhof’ füllt sich mit Holzkreuzen. Ulf schreibt hervorragende Gedichte und der kleine Putte macht sich viele Gedanken über das Sterben.

Als sie endlich müde nach Hause kommen, fliegt eine Amsel gegen die Fensterscheibe und stirbt. Ulf bettet sie liebevoll in seine Hand: Sie soll die beste Beerdigung der ganzen Welt bekommen. Ester ist sehr traurig. („Vielleicht hatte sie ja Kinder.“) Nach der Beerdigung stellen die drei fest: Ganz schön anstrengend, so ein Unternehmen.
Und Putte sagt: „Morgen spielen wir aber mal was anderes!“

Kurzfilm für Kinder und Erwachsene von Ute Wegmann nach einem Bilderbuch von Ulf Nilsson und Eva Eriksson, erschienen im Moritz Verlag.

 

Die besten Beerdigungen der Welt: Das Buch zum Film

„Das Buch ist leicht wie eine Feder, zugleich bezaubernd in seiner Nähe zum Spiel der Kinder, die einen ganzen Tag lang Beerdigung spielen.« Hans-Joachim Gelberg »So leicht und so genau wird selten über den Tod erzählt.“ (3sat, kulturzett).

„Wie in keinem anderen Bilderbuch wird das Unaussprechliche am Ende des Lebens zu einem unbeschwerten Kinderspiel, bei dem man als Leser von Herzen lachen kann, das aber zugleich ernste Einblicke bietet.“ (Süddeutsche Zeitung)

Menschenwürdig sterben ohne Maschinen ist wohl der Wunsch eines jeden Menschen.

Themen wie Sterbebegleitung, Sterbehilfe und Beihilfe zur Selbsttötung werden immer wieder diskutiert. Doch um was geht es eigentlich, wenn man vom „Sterben in Würde“ spricht?

Familien gestern und heute

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Lebensalter, nicht immer bei guter Gesundheit. Familienverbände, wie sie früher üblich waren, existieren heute vielfach nicht mehr. Früher wohnten einige Generationen und einem Dach. Die Jungen halfen den Alten, die Alten kümmerten sich um die Jungen. Jeder erfüllte die Aufgabe, die er am besten erfüllen konnte. Fiel jemand wegen Krankheit aus, so waren andere Familienmitglieder da, um einzuspringen und zu helfen. Heute brechen immer mehr Familien auseinander, das Singleleben wird von zahlreichen Menschen bevorzugt und feste Bindungen sind nicht mehr so gefragt. Das liegt allerdings zum Teil auch an den Arbeitsbedingungen, die sich im Laufe der Zeit sehr gewandelt haben. Heute müssen viele Menschen ihre Heimat verlassen, um Arbeit zu finden. Der Mehr-Generationen-Haushalt bricht damit immer mehr auseinander. Umso wichtiger ist es, eine Lebensbegleitung für die letzte Lebensphase zu finden, die menschenwürdig und selbstbestimmt ist.

Sterbebegleitung wird immer wichtiger

Die meisten Menschen hegen den Wunsch, zuhause in ihrer vertrauten Umgebung zu sterben. Doch die wenigsten können sich diesen Wunsch erfüllen. Denn die Realität sieht leider anders aus. Krankenhaus oder Pflegeheim – so heißt oft die letzte Station des Lebens. Angehörige sind dann häufig überfordert. Sei es mit der Pflege oder der Sterbebegleitung. Das liegt nicht daran, dass sich Angehörige nicht um ihre älteren Familienmitglieder kümmern wollen, sondern dass sie es oftmals gar nicht können. Sei es, weil sie aus beruflichen Gründen wenig Zeit haben, weil sie in großer Entfernung wohnen oder weil sie schlichtweg nicht wissen, wie sie mit dem kranken Menschen umgehen sollen. Sehr viele Menschen haben Berührungsängste mit Älteren oder Kranken. Sie sind unsicher im Umgang mit ihnen und wollen nichts falsch machen. Auf Krankenhäuser und Pflegeheime kommt daher zunehmend die Aufgabe zu, innerhalb ihrer Einrichtungen die Bedingungen für ein würdevolles Sterben zu schaffen.

Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht

Im Sinne der Selbstbestimmung sollte man in gesunden Tagen für später vorsorgen. Dazu stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. In der Patientenverfügung, auch als Patiententestament bezeichnet, werden die persönlichen Wünsche bezüglich der medizinischen Behandlung bzw. Nicht-Behandlung bei einer aussichtslosen Erkrankung niedergeschrieben. Hierbei geht es auch um die letzte Lebensphase. Wer menschenwürdig ohne Maschinen sterben will, der sollte in jedem Fall eine Patientenverfügung in Betracht ziehen. Wird einmal eine Betreuung notwendig, dann wird der Betreuer, der dieses Amt übernehmen soll, in der Betreuungsverfügung benannt. Im Gegensatz zu einem Betreuer, der vom Vormundschaftsgericht bestellt werden muss, kann eine Person des eigenen Vertrauens bei einer Vorsorgevollmacht als Bevollmächtigter eingesetzt werden. Es ist empfehlenswert, sich vorab genau über die einzelnen Details bei Patientenverfügung, Betreuungsverfügung sowie die Vorsorgevollmacht zu informieren.

Der Umgang mit dem Sterben und dem Tod ist für viele Menschen immer noch ein Tabuthema. Wer in der Blüte seines Lebens steht, möchte sich nicht mit den Gedanken an das Ende beschäftigen. Je älter der Mensch wird, desto mehr drängen auch diese Gedanken in den Vordergrund – Krankheit, Alter, Sterben.

Da es heute immer weniger Familien gibt, in denen die Generationen unter einem Dach leben, wird das Thema Sterbebegleitung im Hospiz immer wichtiger. Denn zunehmend mehr Menschen haben niemanden mehr, der sie pflegen könnte. Vor allem bei einer Betreuung rund um die Uhr wissen viele Familien nicht, wie sie diese Belastung neben ihrer täglichen Arbeit überstehen sollen.

Sterbebegleitung wird in Hospizen angeboten

Wenn die Pflege und Sterbebegleitung zu Hause nicht mehr möglich ist, übernehmen Hospize diese Aufgaben. Hospize sind keine Erfindung der Neuzeit, ihre Geschichte reicht bis zum Beginn des Christentums im Römischen Reich zurück. Die Deutsche Hospiz Stiftung wurde im Jahre 1995 gegründet. Sie ist eine Patientenschutzorganisation für Schwerstkranke und Sterbende. Daher nennt sie sich heute (ab 2009) Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung. Damit sie ihre Unabhängigkeit wahrt, betreibt die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung selbst keine Hospizeinrichtungen. In Deutschland gab es im Jahre 2007 rund 150 stationäre Hospize und 1450 ambulante Hospizdienste. Das erste Kinderhospiz in Deutschland wurde 1998 gegründet. Unter dem Begriff „Hospiz“ wird heute ein umfassendes Konzept verstanden. Die Betreuung sterbenskranker Menschen kann ambulant, aber auch stationär erfolgen. So können Menschen in ihrer letzten Lebensphase in ihrer häuslichen Umgebung bleiben und werden durch Besuchsdienste betreut. Ebenso ist die Betreuung in stationären Hospizen möglich.

Urlaubsbetreuung im Hospiz

Ein Platz im Hospiz kann auch dann in Frage kommen, wenn die Menschen, die sich ansonsten jeden Tag um den schwerkranken Patienten kümmern, einmal eine Ruhe- und Erholungspause benötigen. Für eine Woche, zwei Wochen oder auch für länger werden Menschen im Hospiz aufgenommen, damit sich die Eltern oder die Familienangehörigen in dieser Zeit erholen können. Das ist deshalb sinnvoll, weil jeder Mensch einmal eine Pause braucht. Auch seelisch hilft diese Zeit den Betreuenden, einmal wieder aufzutanken. Für die schwerkranken Menschen wird in dieser Zeit gut im Hospiz gesorgt. So müssen sich die Betreuer keinerlei Sorgen machen und können die freie Zeit nach Belieben gestalten.

Änderung des Betäubungsmittelrechts

Ob die geplante Änderung des Betäubungsmittelgesetzes aus Sicht der Hospize ausreicht oder welche Nachbesserungen es geben müsste, darüber informiert die Webseite der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung. Auch andere Fragen zu Hospizen und Sterbebegleitung werden hier beantwortet.

Ente, Tod und Tulpe

Regisseur Matthias Bruhn erzählt auf sanfte Weise nach dem Bilderbuch von Wolf Erlbruch die Geschichte von der Ente, die plötzlich so ein Gefühl hat und feststellt, dass der Tod ihr folgt. Doch aus der anfänglichen Angst wird in Gesprächen am See und in der hohen Baumkrone eine zarte Freundschaft. Die pastellfarbenen Bilder lassen viel Freiheit für dieses schöne und ebenso weise Gleichnis und entfalten ihre poetische Kraft gleich in der ersten Minute. Ausgezeichnet auch die Leistung der Synchronsprecher Harry Rowohlt und Anna Thalbach, die den Figuren Charakter und Ausdrucksstärke verleihen. Nicht nur kleine Zuschauer führt der animierte Kurzfilm hin zur beruhigenden Erkenntnis, dass der Tod ein stetiger Wegbegleiter ist, der an die Schönheit des Augenblicks denken lässt. Denn: So ist das Leben.

Jurybegründung: Prädikat besonders wertvoll
Tod, Ente und Tulpe BuchAm Beginn kommt es zu einem Dialog zwischen der Ente und dem Tod. Ente: „Und jetzt kommst Du mich holen.“ Der Tod: „Ich bin schon in Deiner Nähe, solange Du lebst – nur für den Fall.“

2007 erschien das Kinderbüchlein „Ente, Tod und Tulpe“ von Wolf Erlbruch mit seinen Zeichnungen – ein philosophisches Märchen, ein poetischer Diskurs über Freundschaft, Abschied nehmen und dem Tod. Der Tod als Partner und Wegbegleiter. Am Ende stirbt die Ente, der Tod übergibt ihren Leichnam dem Fluss. Er trauert – „Aber so ist das Leben.“

Matthias Bruhn adaptierte „Ente, Tod und Tulpe“ im schönen Gleichklang mit den Intentionen des Autors für den Animationsfilm mit den Stimmen von Anna Thalbach und Harry Rowohlt. Das andere Genre multipliziert sogar jetzt den Gleichnischarakter der Erzählung.

Unbedingt erwähnenswert in diesem Zusammenhang auch die treffliche Sentenz der Künstler über ihre Zielgruppe: ENTE, TOD UND TULPE ist ein Film für Menschen, kein Kinderfilm. Ein Film für kleine und große Menschen.

Vielleicht versteht man ihn mit 5, vielleicht mit 80 noch nicht…

Die Botschaft ist klar, aber mit welcher Leichtigkeit und philosophischen Lebensweisheit Erlbruch seine Geschichte erzählt und malt, das ist beeindruckend. In jedes Kinderzimmer damit!

Stirbt ein geliebter Mensch, so haben die Angehörigen das Gefühl, nicht weiterleben zu können. Wie kann es sein, dass sich die Welt weiterdreht, dass sich nichts verändert, wo sich doch gerade von einem Moment auf den anderen alles verändert hat.

Unfassbar ist es, dass für alle anderen Menschen sich nichts geändert haben soll, sie weiterleben, als wäre nichts geschehen, lachen, streiten, weinen. Alles geht seinen gewohnten Gang. Unfassbar ist das und doch ist es der Lauf der Dinge. Auch wenn einige traurig sind geht für die meisten Menschen das Leben seinen gewohnten Gang.

Trauer leben

Die Zurückbleibenden müssen lernen, mit der Trauer umzugehen. Die Schnelligkeit, in der sie das tun, wird ihnen oft von ihrer Umwelt diktiert. Doch jeder Trauernde hat seinen eigenen Rhythmus und jeder hat eine andere Art, Trauer auszudrücken. Der eine Mensch tut dies, in dem er schwarze Kleidung trägt und dokumentiert auf diese Weise nach außen „Ich bin in Trauer.“ Ein anderer Mensch versucht seine Umwelt so wenig wie möglich mit seiner persönlichen Trauer zu belasten. Er versucht sich zu geben, wie immer. Freunde und Bekannte sind dann oft erleichtert, da es so einfacher ist, mit dem trauernden Menschen umzugehen. Doch wie es wirklich aussieht im Herzen der Hinterbliebenen, das wissen oft nur sie selbst. Nur sie können von den stillen Stunden erzählen, in denen sie Erinnerungen nachhängen und an frühere glückliche Zeiten denken. Nur sie wissen, wie oft sie weinend alleine zu Hause sitzen, mit dem Gefühl, es gehe nicht mehr weiter.

Trauernden helfen aber wie?

Trauernde und Tröstende haben es nach einem Trauerfall sehr schwer. Der Trauernde zieht sich oft in sich selbst zurück, hat aber auch Momente, in denen es wie in Damm aus ihm herausbricht. Der Tröstende braucht nun sehr viel Geduld und vor allem Einfühlungsvermögen, um mit feinen Antennen die Stimmungen des Trauernden zu erfassen. Wenn er weint, ist es oft das beste, ihn fest in den Arm zu nehmen, anstatt mit Worten zu trösten. Will er über den Verstorbenen reden, dann sollte der Tröstende ein guter Zuhörer sein. Ein Trauerprozess ist immer eine Krise und es wird nie stetig geradeaus gehen. Immer wieder kommen Rückschläge, immer wieder ist das Tempo des Trauerprozesses ganz verschieden. Niemand kann dem Trauernden seine Trauer abnehmen, niemand kann und sollte beurteilen, wie lange die Trauerzeit dauern darf. Jeder Trauernde hat sein eigenes Tempo und jeder braucht unterschiedlich viel Zeit. Hilfe gibt es nur wenig. Geduldig zuhören, Hilfe anbieten, Trauergruppen suchen, Bücher zur Trauerarbeit empfehlen, den Blick für das schärfen, was jetzt noch im Leben Bestand hat. Das sind nur einige der Dinge, die während der Trauerarbeit hilfreich sein können. Ein allgemeingültiges Rezept gibt es leider nicht.

Der Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen kann so groß und dunkel sein, dass man allein keinen Weg mehr aus der Trauer hinaus zurück ins Leben findet. Verwandte und Freunde müssen hilflos zusehen, wie sich ein Mensch in ihrer Mitte in sich selbst zurückzieht und dabei völlig in einer unermesslichen großen Trauer versinkt. Auch wenn Menschen erfahren, dass sie unheilbar krank sind und in naher Zukunft sterben müssen, ist die Familie oft machtlos und kann den Sterbenden nicht stützen. In solchen Fällen kann eine professionelle Sterbe- und Trauerbegleitung helfen.

Welche Ausbildung haben Sterbebegleiter und was leisten sie?

Den Beruf Sterbebegleiter gibt es nicht, aber verschiedene Berufsgruppen bieten gute Voraussetzungen für diesen sozialen Dienst. Vor allem seelsorgerische Berufe und Berufe im Gesundheitswesen sind gute Grundsteine für die Arbeit als Sterbebegleiter. Kirchliche und soziale Organisationen bieten Kurse zum Thema Sterbebegleitung an, in denen sich aktive Sterbebegleiter auch austauschen können. Für die Aufgabe als Sterbebegleiter muss man sich berufen fühlen, denn der tägliche Umgang mit dem Tod ist nicht für jeden Menschen erträglich. Ein Sterbebegleiter steht dem Sterbenden in seiner letzten Lebensphase zur Seite. Das heißt nicht, dass der Begleiter allein Entscheidungen für den Sterbenden trifft oder dessen Handlungsspielraum einschränkt. Er übernimmt lediglich die Rolle eines Begleiters, der beratend zur Seite und jederzeit für Gespräche zur Verfügung steht. Der Begleiter vermittelt zwischen Familie und Sterbendem und versucht die Atmosphäre in der Familie zu entspannen. Ein guter Sterbebegleiter hat sich mit seiner eigenen Vergänglichkeit auseinandergesetzt und er besitzt ein hohes Maß an Selbstdistanz, um sich vor emotionalen Problemen zu schützen. Eigene Erfahrungen mit Trauer und Abschied vergrößern das Einfühlungsvermögen, doch sie sollten bereits verarbeitet sein und nicht mehr im Vordergrund stehen.

Professionelle Trauerbegleiter helfen den Weg zurück ins Leben zu finden

Trauern ist kein Zustand, es ist ein Prozess, in dem Emotionen aufgearbeitet werden. In diesem Prozess werden verschiedene Phasen durchlaufen und manchmal bleiben Menschen in einer der Phasen stecken. Der Verlust eines geliebten Menschen kann das eigene Leben dramatisch verändern und wenn man in der Erinnerung verweilt, wird der Weg zurück ins Leben oft zu einem unüberwindbaren Hindernis. Professionelle Trauerbegleiter können dem Trauernden nicht den Schmerz nehmen und sie können auch den Verlust nicht ausgleichen, aber sie können den Trauernden auf seinem Weg durch die Trauer begleiten und ihn bei der Verarbeitung der Trauer unterstützen. Für die Trauerbegleitung gibt es ähnlich wie bei der Sterbebegleitung keine spezielle Ausbildung, doch verschiedene Berufsgruppen bilden gute Voraussetzungen für diese schwierige Arbeit.