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Das Konzentrationslager Sachsenhausen (KZ Sachsenhausen) war eines der nationalsozialistischen deutschen Konzentrationslager. Es befand sich im Oranienburger Ortsteil Sachsenhausen, nördlich von Berlin. Schon alleine durch seine Lage und die Nähe zu Berlin nahm es unter den Konzentrationslagern eine Sonderrolle sein. Hier war nicht nur ein großes SS-Kontingent stationiert, hier wurden auch KZ-Kommandanten und Bewachungspersonal ausgebildet. Insgesamt wurden ca. 200.000 Häftlinge in das KZ Sachsenhausen deportiert, nicht alle wurden registriert.

Speziallager Nr. 7/ Nr. 1 (1945-1950)

Das Speziallager Nr. 7, ab 1948 als Speziallager Nr. 1 benannt, war ein sowjetisches Internierungslager. Auch dieser Abschnitt gehört zur Geschichte des KZ Sachsenhausens, befand sich das Speziallager doch teilweise auf diesem Gelände. In dem Speziallager wurden Insassen ohne Urteil festgehalten. In der Strafvollzugsanstalt, die sich ebenfalls auf dem Gelände des KZ Sachsenhausen befand, wurden hingegen Insassen festgehalten, die von sowjetischen Militär-Tribunalen verurteilt wurden.

1961 – 1990 Nationale Mahn- und Gedenkstätte

Im Jahr 1956 begannen die Planungen für die Nationale Mahn- und Gedenkstätte. Gebaut wurde sie nach den Entwürfen von Ludwig Deiters und Horst Kutzat. Eingeweiht wurde die Nationale Mahn- und Gedenkstätte am 22. April 1961. Der Bereich der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte beschränkte sich auf den Bereich des ehemaligen Häftlingslagers und umfasste somit nur rund 5 Prozent der Fläche des ehemaligen KZ Sachsenhausen. Bis zur Wende im Jahre 1989 wurde diese Gedenkstätte von zahlreichen Schulklassen aus der damaligen DDR besucht. Auch Delegationen aus dem In- und Ausland reisten an, um die Nationale Mahn- und Gedenkstätte zu besuchen. Am 26. September 1992 setzten Neonazis die Baracke 38 in der Gedenkstätte in Brand. Dabei wurde das gesamte Gebäude, in dem sich ein „Museum für die Leiden der jüdischen Kameraden“ befand, zerstört.

Ab 1993 – Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Seit dem Beginn des Jahres 1993 sind die Gedenkstätte Sachsenhausen und das Museum Sachsenhausen Teil der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Neben der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen gehören auch die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, die Dokumentationsstelle Zuchthaus Brandenburg an der Havel sowie das Museum des Todesmarsches im Belower Wald zur Stiftung.

Museumsneubau und umfangreiche Sanierungsarbeiten in der Gedenkstätte Sachsenhausen

Am Ende des Jahres 2001 wurde in einem Museumsneubau eine Dauerausstellung zur Geschichte des sowjetischen Speziallagers Nr. 7/Nr. 1 (1945-1950) eröffnet. Die Gedenkstätte Sachsenhausen wurde zudem komplett saniert und neu gestaltet. Heute wird in zahlreichen Ausstellungen an die Geschichte des KZ Sachsenhausen erinnert. Auch Führungen und Projekttage werden angeboten.

 

Adresse und Öffnungszeiten der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee wurde schon 1952 eine Gedenkstätte errichtet, die am Rande des Geländes der Justizvollzugsanstalt Plötzensee liegt. Ab 1933 diente das Gefängnis der Inhaftierung und oft auch Hinrichtung politischer Gefangener, auch Regimekritiker, die dort in Untersuchungshaft saßen, zum Tode Verurteilte und ausländische Zwangsarbeiter gehörten zu den Häftlingen in Plötzensee. In den Jahren von 1933 bis 1945 vollstreckte man in dem Gefängnis knapp 3.000 Hinrichtungen, darunter 300 Frauen, die vom Frauengefängnis Barnimstraße ausschließlich zur Hinrichtung nach Plötzensee überführt wurden.

Hinrichtungen in Berlin-Plötzensee

Viele Inhaftierte verließen das Gefängnis nicht mehr lebend, und wenn doch, dann meistens nur, um in ein Konzentrationslager überstellt zu werden. Sehr viele der Todesurteile waren von sogenannten Sondergerichten und dem Volksgerichtshof ausgesprochen worden und entbehrten der Rechtsstaatlichkeit. Die Hinrichtungen wurden zuerst mit dem Handbeil vollzogen, ab 1936 auf einen Befehl Hitlers hin mit einer Guillotine. Diese wurde in einer Arbeitsbaracke aufgestellt, in der man im Jahre 1942 zusätzlich noch einen Stahlträger anbrachte, an dem bis zu acht verurteilte Opfer gleichzeitig gehängt werden konnten. Besonders makaber ist die Verfügung der unerbittlichen Bürokratie, dass die Angehörigen eines Häftlings sowohl für die in Haft verbrachten Tage als auch für seine Hinrichtung auch noch bezahlen mussten.

Unter den Opfern befanden sich viele Widerstandskämpfer, Untergrundaktivisten und die Teilnehmer des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944. Aber auch rechtmäßig verurteilte Schwerkriminelle waren unter den Hingerichteten zu finden.

Unselige Berühmtheit durch die Plötzenseer Blutnächte

Der ganze grauenvolle Schrecken des Gefängnisses wurde durch die sogenannten Plötzenseer Blutnächte eindringlich demonstriert. Binnen fünf Tagen wurden in der Anstalt über 250 Menschen aus verschiedenen Ländern gehängt, zum Teil sogar Opfer, die gar nicht zum Tode verurteilt waren. Die Stadt Berlin wurde zu dem Zeitpunkt heftig bombardiert, aber das hinderte die Henker nicht daran, mit ihrem grausigen Tun fort zu fahren. Wegen des Bombardements war der Strom ausgefallen, aber auch das konnte den Massenmord nicht stoppen – die Hinrichtungen wurden einfach bei Kerzenschein durchgeführt.

Die Gedenkstätte Plötzensee

Die Gedenkstätte umfasst einen Gedenkraum, der in dem zum Teil abgerissenen Hinrichtungsschuppen liegt und noch den Balken enthält, an dem die Opfer erhängt worden waren. Seine grausige Funktionalität zeigt der Raum durch den geneigten Boden mit einem Abfluss, der die Körperflüssigkeiten der hingerichteten Menschen aufnehmen sollte. Eine Dokumentation in einem anderen Raum erläutert die Praxis der nationalsozialistischen Unrechts-Justiz. Auch eine Urne mit Erde aus den Konzentrationslagern findet sich in der Gedenkstätte.

Nürnberg bezeichnet sich selbst als Bio – Metropole, denn sie fördert nicht nur die Biolebensmittel sondern auch Unternehmen dieser speziellen Branche. Der Stadtrat setzt sich für eine Bio – Ernährung und den ökologischen Landbau sowie für regionales Wirtschaften der Bevölkerung und der ansässigen Unternehmen ein. Die selbsternannte Bio – Metropole will Partner sein für mehr „Bio“ in der Region.

Wie in jeder Großstadt ruhen auch hier bekannte Söhne und Töchter der Stadt und man kann bei einem Besuch diese Stätten besichtigen. Viele Kunstsinnige kannten und bewunderten zum Beispiel Albrecht Dürer. Wer kennt nicht seine berühmten und weltbekannten „betenden Hände“?

Friedhöfe und Grabdenkmäler in Nürnberg

Der bekannteste Friedhof von Nürnberg ist der Johannisfriedhof. Er wird auf Grund des vielen Rosenbewuchses, auch als Rosenfriedhof bezeichnet. Durch seine künstlerische Gestaltung und die wertvollen Bronzeepitaphien ist es ein kulturelles Highlight der Stadt. Dieser Friedhof ist ein weltbekanntes Ziel für Touristen, die einen Friedhofstourismus anstreben. Weiterhin ist er ein Wegpunkt auf der Historischen Meile Nürnbergs. Im eingemeindeten Stadtteil St. Johannis gelegen befindet er sich am Ostrand der Stadt und nahe der Nürnberger Stadtmauer. Angelegt wurde die Begräbnisstätte im 10./11. Jahrhundert und schon im Mittelalter wurden hier zahlreiche Tote begraben, da der Friedhof zwischen zwei Pfarrkirchen gelegen war. Folgt man dem Kreuzweg von der Stadt, über sieben Stationen, gelangt jeder Besucher zum Johannisfriedhof. Die Liste der bekannten Persönlichkeiten, die dort begraben liegen ist lang und klingt interessant. Unter anderem wurde der weltbekannte Maler Albrecht Dürer dort zu seiner letzten Ruhe gebettet.

Ein weiterer Friedhof ist der Rochus-Friedhof, der aus hygienischen Gründen außerhalb des bebauten Stadtgebietes gebaut wurde. Dort liegen die Pestopfer aus den Jahren 1517 und 1518 begraben.

Auf den Friedhöfen in Nürnberg wird den Opfern des Nationalsozialismus gedacht, unter anderem auf dem jüdischen Friedhof in der Schnieglingerstraße. Auch den KZ-Häftlingen und den Gefallenen im ersten Weltkrieg sind Denkmäler gewidmet. Auf dem Südfriedhof befindet sich ein Gedenkstein, der an die Opfer der sowjetischen Staatsbürger während der KZ-Haft und der Zwangsarbeit erinnert. Am oberen Ende der Spitalbrücke, am Hans-Sachs-Platz, wird mit einem Stein zum Gedenken an die ca. 1700 jüdischen Bürger gedacht, denen von Nationalsozialisten die Stätte ihres Glaubens genommen und denen ihr Leben geraubt wurde.

Die Justizvollzugsanstalten Bautzen I und Bautzen II haben keine rühmliche Vergangenheit, dienten sie doch während langer Jahrzehnte in der ehemaligen DDR als Haftanstalt für überwiegend politische Häftlinge und Regimegegner. Bautzen I diente nach der sowjetischen Besatzungszeit als Gefängnis für langzeitinhaftierte verurteilte Straftäter und unterstand der Kontrolle des Innenministeriums. Bautzen II diente als Haftanstalt für politische Gefangene und wurde vom Ministerium für Staatssicherheit kontrolliert; daher erhielt es den Beinamen Stasi-Knast.

1993 wurde das Gefängnis Bautzen II, das auch nach der Wende noch eine Zeit lang weiter betrieben wurde, zu einer Gedenkstätte umgewandelt, die den Opfern ein unvergessenes Andenken bewahren möchte. Das Leid, das die oft zu Unrecht Inhaftierten dort erlitten haben, sollte nicht weiter totgeschwiegen werden, sondern als Mahnmal an die Willkür totalitärer Regimes erinnern.

Eine lange Geschichte der Unfreiheit

Anfang des 20. Jahrhunderts sollte das neu erbaute Gefängnis Bautzen I, wegen der verwendeten gelben Klinker auch „Gelbes Elend“ genannt, eine moderne und humane Haftanstalt werden. Das änderte sich jedoch, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Zu ihrer Zeit beherbergte das Gefängnis Regimegegner und andere verfolgte Gruppen. Während der sowjetischen Besatzungszeit wurden dort zuerst Nationalsozialisten, später aber ebenfalls politische Gefangene inhaftiert. Auch die ehemalige DDR nutzte das Gebäude weiterhin als Gefängnis, es ist bis heute in Betrieb

Im Oktober 1906 als Gefängnis in Betrieb genommen, wurden in Bautzen II, so der genaue Name, schon zu Zeiten des nationalsozialistischen Regimes sogenannte politische Häftlinge inhaftiert. Auch während der Zeit der sowjetischen Besatzung diente es als Gefängnis, und wurde dann zu Zeiten der ehemaligen DDR vom Staatssicherheitsdient ebenfalls als Haftanstalt für politische Gefangene benutzt. Die Insassen waren entweder, regimefeindliche Bürger der DDR, deutsche Bundesbürger, die man der Fluchthilfe oder Spionage für schuldig befand, aber auch Parteifunktionäre, die sich missliebig oder kriminell verhalten hatten.

Dokumentationen für die verstorbenen Opfer

Während langer Zeiten waren die Haftbedingungen in den Gefängnissen unmenschlich und führten sogar zu einem Hungerstreik der Inhaftierten. Die sogenannten Einzelzellen waren zeitweise mit sechs Insassen belegt, und Tausende wurden in Barackenlagern und den Sälen der Haftanstalt zusammen gepfercht. Viele der Insassen erlitten schwere physische und psychische Schäden, weit über 4000 Insassen starben und wurden in einem anonymen Massengrab beerdigt. Zu ihrem Gedenken wurde Bautzen II eröffnet. In der Gedenkstätte kann man nicht nur die damaligen Bedingungen mit eigenen Augen nachvollziehen, sondern eine ausführliche Dokumentation berichtet über die unrühmliche Geschichte der Anstalt. Da auch viele Schriftsteller als Regimegegner einsaßen, gibt es auch etliche sehr persönliche Berichte über das Dasein eines Häftlings.

Die Menschheit blickt leider zurück, auf eine Jahrtausende-alte Geschichte der Kriege und Gräueltaten, die sich verschiedene Nationen oder Volksgruppen angetan haben.

„Homo homini lupus“ – der Mensch ist des Menschen Wolf, so lautet ein Sprichwort, das dem Ausdruck verleiht. Und doch gibt es immer wieder Bestrebungen, die Natur des Menschen zu ändern und ihn aufzurütteln, damit eine friedlichere Zukunft möglich wird.

Diesem Zweck dienen auch die Gedenkstätten und Mahnmale, welche die Völker an vergangene Schrecken erinnern sollen und den Opfern ein ehrenvolles Gedenken bieten möchten. Die leise Mahnung diese vergangenen Dinge nicht zu wiederholen schwingt hierbei mit.

Gedenkstätten und Mahnmale

Eine Gedenkstätte ist zumeist an einem historisch bedeutsamen Ort errichtet, der sich entweder auf ein Ereignis oder eine Person beziehen kann. Oft sind diese Stätten gärtnerisch gestaltet und warten mit einem Denkmal, einer Gedenktafel oder einem Mahnmal auf. An die Gedendkstätte angeschlossen sind häufig Ausstellungen und Dokumentationen, die die Geschichte und Bedeutung des Ortes erläutern. An besonders großen Gedenkstätten finden sich auch Museen, die das Thema ausführlich darstellen.

In Deutschland sind natürlich viele Gedenkstätten mit Ereignissen während der Zeit des Nationalsozialismus verbunden, so gibt es Gedenkstätten an ehemaligen KZs, Vernichtungslagern, Soldatenfriedhöfen, Massengräbern und Gefängnissen. An den Holocaust wird jedoch auch international erinnert, so gibt es in Amerika verschiedene Gedenkstätten zu dem Thema, ebenso wie in Japan und natürlich auch in Israel und in den europäischen Nachbarländern.

Auch Mahnmale und Denkmäler haben die Aufgabe, die sie passierenden Menschen an Vergangenes zu erinnern. So gibt es viele Mahnmale, die den unbekannten gefallenen Soldaten gewidmet sind und an die Schrecken eines Krieges erinnern sollen. Diese Werke sind meist künstlerisch gestaltete Skulpturen oder Installationen, die an prominenten Plätzen aufgestellt werden.

Die Erinnerung wach halten

Die vielen Gedenkstätten, Mahnmale und Museen, sollen zum einen die Erinnerung an die Opfer wach halten und ihnen zumindest nach dem Tod den Respekt zollen, der ihnen im Leben verweigert wurde. Daher gibt es durch den unvergleichlichen Schrecken, den der Nationalsozialismus weltweit verbreitet hat, sehr viele Gedenkstätten in aller Welt, die daran erinnern sollen. Aber auch andere Ereignisse wie große Unglücke und Katastrophen können mit einer Gedenkstätte versehen werden, die an die gestorbenen Opfer erinnert.

Die andere Funktion der Gedenkstätten und Mahnmale ist die, die Menschen immer wieder daran zu erinnern, wozu Intoleranz, Hass und Unrecht führen, um erneuten Ausbrüchen dieser Schrecken vorzubeugen. Zu leicht vergisst sonst schon die nachfolgende Generation, welches Grauen ihre Vorfahren erlitten haben, zu gedankenlos gibt sie sich sonst an der Oberfläche verlockenden Strömungen hin, deren Konsequenzen sie nicht durchdacht haben.

Gothic, Wave und die gesamte Schwarze Szene sind Begriffe, die für eine gewisse Form von Totenkult als Lifestyle stehen.

Gothic steht hierbei für gotisch im Sinne von düster oder schaurig und die Bewegung entstand Ende der 1970er Jahre aus einer Rockmusikrichtung. Die düstere und dumpf klingende Musik einer in England entstandenen Musikrichtung gilt auch als Grundstein für die später folgende Jugendbewegung. Fehlinterpretierungen, die Gothic mit der gotischen Epoche in Verbindung bringen und damit einen direkten Bezug zum Mittelalter herstellen wollen, sind auch heute noch in vielen Köpfen vorhanden.

Totenkult als Mittel zur Rebellion?

Früher war der Tod enger mit dem Leben verbunden, denn die Toten wurden Zuhause aufgebahrt und die Familienangehörigen versorgten die Verstorbenen selbst. Der Tod als endgültiges Ereignis stand auch damals schon für Düsternis und Trauer, doch die Lebenden akzeptierten ihn als Teil ihres Daseins. Mit der Erbauung von Krankenhäusern rückten die Kranken und Toten weiter weg von ihren Familien und es entstand eine eher ängstliche und abweisende Haltung ihm gegenüber. Das Sterben wurde zum Tabu-Thema, über das die Gesellschaft nicht sprechen wollte. Die düsteren Klänge der Bands aus dem Post-Punk-Umfeld schreckten die Erwachsenen ab, denn sie fühlten sich damit an das ungeliebte Thema Sterben erinnert. Da junge Generationen sich gern von ihren Eltern abheben möchten, wurde aus den dunklen Klängen bald eine richtige Jugendbewegung, in der die Farbe Schwarz dominierte. Zum Entsetzen der Erwachsenen schminkten die Jugendlichen absichtlich ihre Haut blass und hoben die Augen mit der Farbe Schwarz hervor. Totenähnlich sollte das Styling wirken und damit abschreckend für alle Außenstehendenden. Aus dieser gewaltlosen, aber wirkungsvollen Rebellion wurde im Laufe der Jahrzehnte ein richtiger Lifestyle.

Mode als Ausdrucksmittel im Totenkult

Die Jugendkultur unter dem Oberbegriff Schwarze Szene entwickelte schnell auch äußere Merkmale. Neben den auf Totenblässe geschminkten Gesichtern spielte vor allem die Farbe Schwarz in der Mode die Hauptrolle. Die Anhänger des dunklen Kults kleideten sich ausschließlich in Schwarz und Totenköpfe wurden als Ring, Kettenanhänger oder sonstiger Silberschmuck getragen. Auch keltische Symbole wurden in die Outfits integriert und schnell sagte man den Anhängern dieser Bewegung auch satanische Aktivitäten nach.  Schwarze Messen auf Friedhöfen und die Anbetung von Satan wurden ihnen zur Last gelegt, doch nur ein ganz geringer Teil der Jugendlichen befasste sich wirklich mit diesen Themen. Der Großteil der Grufties, wie sie schnell genannt wurden, hatte einfach Freude an der Provokation der Gesellschaft, die den Tod aus ihrem Alltag verbannt hatte. Der Totenkult als Lifestyle ist weniger eine Todessehnsucht, sondern eher ein Ausdrucksmittel des „Anderssein“ und dient auch dazu, das Thema Vergänglichkeit wieder mehr in den Fokus der Allgemeinheit zu bringen.

TUI hat sich mit seinem Angebot an Trauerreisen an eine Klientel gewandt, die in einer ganz speziellen Situation ist und mit normalen Reisen in ihrer Lage nicht sehr viel anfangen kann. Menschen, die gerade einen geliebten Partner, Verwandten, ein Kind oder einen Freund verloren haben, brauchen natürlich auch oder gerade Erholung, fühlen sich jedoch unter nicht von einem Todesfall betroffenen Menschen in fröhlicher Urlaubsstimmung oft isoliert. TUI bietet Reisewilligen in dieser Situation ein Angebot an, das genau auf diese speziellen Bedürfnisse zugeschnitten ist und Trauernden die Gelegenheit zur Erholung und zum Sammeln neuer Kräfte geben soll. Das Programm wurde sogar mit der Goldenen Palme 2011 als Gewinner des 1. Platzes der Kategorie „besondere Pauschalreise“ ausgezeichnet.

Die Philosophie von TUIs Reise ins Leben

Zusammen mit einem renommierten Trauerberater wollte TUI ein Reiseprogramm bieten, dass es den Teilnehmern ermöglicht, auch die schönen Momente des Lebens wieder zu entdecken und Schritt für Schritt die Trauer zu bewältigen und die Lebensfreude wieder zu finden. Daher ist die Teilnahme an angebotenen Programmpunkten absolut freiwillig, und das Programm bietet genügend Raum für Zurückgezogenheit. Die Mischung aus Gemeinsamkeit, Gesprächen, Unternehmungen und Zeit für sich kann durch einen von zwei erfahrenen Trauerbegleitern, die auf jeder Reise mit dabei sind, noch unterstützt werden. Die Reiseziele und die Unterbringung sollen ebenfalls hilfreich mitwirken, daher liegen alle Hotels oder Resorts in ausgesucht schöner Umgebung und bieten die Ruhe und den Komfort einer gehobenen Kategorie.

Ruhige Reisen in landschaftliche Juwelen

Die verschiedenen Trauerreisen von TUI führen alle in landschaftlich ausgesprochen schöne Regionen, so dass allein die Umgebung einen heilsamen Einfluss ausüben kann. So gibt es Reiseziele rund um das Mittelmeer wie Mallorca, Teneriffa und die Algarve, die alle mit besonderen landschaftlich schönen Regionen aufwarten können, die jenseits des Stromes an Massentouristen liegen. Aber auch innerdeutsche Reiseziele wie die Ostsee, das Allgäu und der Hunsrück stehen zur Wahl. Bei allen Reisen werden ruhige Hotels in landschaftlich schöner Umgebung gewählt. Die Aktivitäten sind natur- und kulturverbunden, und so kann auch ein trauernder Mensch beim Anblick eines Strandes am kristallklaren Meer, beim Wandern in einer lieblichen Hügellandschaft oder bei einem ausgezeichneten Essen mit einem guten Glas Wein wieder die Momente der Lebensfreude erleben, die er seit dem Trauerfall schmerzlich vermisst hat. Der Aufenthalt und die Aktivitäten in der Natur, ein abwechslungsreiches Besichtigungsprogramm und die verständnisvolle Gemeinschaft von Menschen in der gleichen Lage, zudem auf Wunsch noch die professionelle Unterstützung eines Trauerbegleiters haben schon vielen Teilnehmern den Schritt zurück ins Leben ganz enorm erleichtert.

Wenn ein geliebter Mensch verstorben ist, bedeutet das für die Hinterbliebenen eine mehr oder weniger lange Zeit des Schmerzes und der Trauer. Sie müssen jedoch weiter ihrer Arbeit nachgehen, sich um den Alltag kümmern und familiäre und freundschaftliche Verpflichtungen wahrnehmen. Oft ist das Umfeld am Anfang sehr verständnisvoll, wenn der oder die Trauernde bei irgendeinem Anlass von Trauer überwältigt wird; doch nimmt dieses Verständnis im Laufe der Zeit immer mehr ab – das Leben geht weiter. Vor allem fehlen oft Gesprächspartner, die schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben, die bereit sind, darüber zu sprechen, und mit denen man sich über seine Trauer, die Angst vor der Zukunft und die Einsamkeit austauschen kann.

Urlaub auch in der Trauerzeit

Daher ist eine Trauerreise, ein Urlaub für Trauernde eine besonders schwere Zeit – eigentlich möchte man froh und unbeschwert den Zauber fremder Länder und Kulturen genießen, doch gerade im Urlaub mit seiner vielen freien Zeit macht sich die Lücke, die der Verstorbene hinterlassen hat, überdeutlich bemerkbar. Und trotzdem braucht man auch oder gerade in der Trauerzeit eine Auszeit, um wieder neue Kräfte sammeln zu können. Die normalen Gruppenreisen für Singles oder Alleinstehende eigen sich oft in den Augen der Trauernden nicht sehr gut dazu, in einer emotional angespannten Phase etwas Trost zu schöpfen und ein paar Tage oder Stunden der Abwechslung zu finden. Gerade die Singlereisen dienen den Teilnehmern häufig dazu, nach einem möglichen neuen Partner Ausschau zu halten; und das ist etwas, das jemand in der akuten Trauerphase sich noch gar nicht vorstellen kann. Als Folge dieser unterschiedlichen Ziele der Reisenden verbringen die Trauernden auch bei einer Gruppenreise sehr viel Zeit allein und sind einsam und isoliert.

Trauerreisen als Alternative zu herkömmlichen Gruppenreisen

Trauerreise

Eine erwägenswerte Alternative sind da Trauerreisen. Es gibt verschiedene Veranstalter, die diese besonderen Reisen in ihrem Programm führen oder sich ganz darauf spezialisiert haben. Der Veranstalter bietet an, nur Menschen in der gleichen Situation in einer Gruppe Reisender zu vereinigen, die also von vornherein wegen ihrer ähnlichen Lage großes Verständnis für emotionale Reaktionen ihrer Mitreisenden haben. Zudem bieten manche Veranstalter Reisen mit einem Trauerbegleiter oder Trauerpsychologen an, bei dem man im Bedarfsfall Unterstützung finden kann. Auch organisierte Gesprächskreise können im Angebot enthalten sein, das die Veranstalter von Trauerreisen bieten. Aber allein der ungezwungene Austausch mit Betroffenen in der gleichen Lage, die ähnliche Empfindungen und Ängste haben, wird von vielen Teilnehmern als Kraft und Trost spendend erlebt. Endlich können sie auch einmal ausführlicher über die kleinen und großen Sorgen nach dem Todesfall sprechen, erleben Verständnis, wenn sie von ihren ganz persönlichen Trauerritualen erzählen, und finden so neben dem Weinen sehr schnell auch das Lachen wieder.

Ein etwas anderes Veranstaltungsprogramm

Zudem wird das Reiseprogramm so gestaltet, dass zwar selbstverständlich Touren, Besichtigungen und Ausflüge auf dem Tagesplan stehen, aber alles etwas ruhiger und verhaltener gestaltet wird, da den meisten Teilnehmern nicht der Sinn nach den ganz frivolen und seichten Vergnügungen steht. Es bleibt genügend Raum für besinnliche Stunden, intime Gespräche oder die private Trauer. So entsteht während Ihrer Trauerreise eine als heilsam empfundene Mischung aus Gemeinsamkeit und Privatheit, die dann wirklich die ersehnten heiteren und unbeschwerten Momente schenken kann, die der Trauernde so dringend braucht, um wieder neue Kräfte sammeln zu können.

Trauerreisen – Anbieter

Informieren Sie sich z.B. bei folgenden Veranstaltern über Trauerreisen:

Die sechstgrößte Stadt Deutschlands hat etwa 600.000 Einwohner. Sie liegt im Zentrum von Baden-Württemberg und ist ebenfalls dessen Hauptstadt und heißt Stuttgart. Wunderbar eingebettet zwischen den umgebenden Hügeln liegt die Stadt in einem Talkessel und schmiegt sich ebenfalls an die Höhenbereiche. Schon etwa 90 n.CH. gab es hier die erste Siedlung auf dem heutigen Stadtgebiet.

Tradition und Moderne in Stuttgart

Die weit über die Grenzen Baden – Württembergs hinaus bekannten Stuttgarter Stäffele sind nicht nur Weinliebhabern ein Begriff. Die Treppen zwischen den Weinbergen sind ein beliebtes Ausflugsziel für Natur- und Architekturliebhaber und insgesamt gibt es hier mehr als 20 Kilometer Stufen, die man hier erklimmen kann. Das Landesmuseum im Alten Schloss gehört zu den bedeutendsten Museen von Europa im kulturhistorischen Bereich und auch das Naturkunde Museum ist nicht nur an Regentagen sehenswert.  Zudem gibt es viele Gemäldegalerien, die interessierten Besuchern zur Verfügung stehen. Stuttgarter Gemütlichkeit erfährt man im Besen oder in den vielen Weinlokalen. Im Sommer locken das Weindorf und der Fischmarkt, sowie ein großes Sommerfest rund um den Schlossplatz.

Zur inneren Einkehr kommen auf den Waldfriedhöfen

Wer es ein wenig ruhiger mag, kann in einem der 42 städtischen Friedhöfe den Akku für den Alltag aufladen oder eines der vielen Museen besuchen.  Die Friedhöfe in Stuttgart umfassen eine Fläche von 200 Hektar und hierauf befinden sich mehr als 156 000 Grabstätten. Ein 228 Seiten umfassender Friedhofswegweiser des Friedhofsamtes der Stadt Stuttgart listet neben einer detaillierten Karte eine Aufzählung der Kunstwerke und der bekannten Persönlichkeiten die beigesetzt wurden.  Dieser liegt kostenlos an vielen öffentlichen Stellen aus.

Der Waldfriedhof im Süden der Stadt liegt auf einer Hangterrasse und mit der Seilbahn gelangt man von der Haltestelle „Südheimer Platz“ zum Friedhof. Auf dem rund 31 Hektar großen Grüngelände findet man auch das Ehrengrabfeld für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Vielfältige Kreuze und Skulpturen sind zu sehen auf dem Stuttgarter Pragfriedhof.  Wer nach einem anstrengenden Stadtbummel Ruhe sucht wird sie auf den wunderbar angelegten Friedhöfen mit großer Sicherheit finden können.

Eine ZDF – Sendung machte darauf aufmerksam, dass viele Eltern um die Beisetzung ihres Kindes kämpfen müssen. Es ist zwar in einigen Bundesländern möglich, ein totgeborenes Kind auf Wunsch der Eltern zu bestatten, jedoch nicht überall da es keine entgegenkommenden Gesetze gibt. Da die Gesetzgebung erkannt hat, dass der Wunsch vieler Eltern vorhanden ist gibt es einige Empfehlungen zuständiger Gremien. Geregelt ist die gesamte Problematik im Personenstandsgesetz § 31.

Die Abgrenzungen der Begriffe Lebend-, Tot- und Fehlgeburt werden im Bestattungsgesetz der einzelnen Länder geregelt und diese orientieren sich am Personenstandsgesetz. Findet keine Beerdigung statt müssen die Kliniken eine hygienisch einwandfreie und dem sittlichen Empfinden nachkommende gewährleisten im Rahmen der Beseitigungspflicht. Große Konfliktpunkte ergeben sich wenn eine Klinik versucht, unter Anspielung auf diese „Beseitigungspflicht“ eine Beisetzung des toten Kindes zu verweigern. Es ist betroffenen Eltern zu empfehlen, umgehend einen Rechtsanwalt zu beauftragen, denn selbst eine Friedhofssatzung hat nicht das Recht den  berechtigten Bestattungswunsch vieler Eltern außer Kraft zu setzen. Man sollte zudem darauf bestehen, statt des fehlenden Totenscheins eine Bestätigung der Fehlgeburt durch die Klinik zu bekommen.

Ein Recht auf die Bestattung fehl geborener Babys ist im Jahr 2011 nur in den Ländern Hamburg und Bremen bekannt. Ausnahme: Fehlgeburten, welche innerhalb der ersten 12 Schwangerschaftswochen erfolgten. Es wird interessant sein die Entwicklung aufgrund des wachsenden Elternwunsches auch in den anderen Bundesländern zu beobachten.

Der Gesetzgeber definiert die verschiedenen Geburten von Kindern die nicht lebensfähig waren sehr unterschiedlich.

Fehlgeburt

Eine Fehlgeburt wird von den Ärzten auch als Abort benannt. Hiermit sind totgeborene Babys gemeint mit einem Gewicht von weniger als 500 g. Zudem gibt es noch eine weitere Unterscheidung in frühe und späte Fehlgeburten. Die frühen Aborte werden bis zur 12. Schwangerschaftswoche und späte bis zur 25. Schwangerschaftswoche eingereiht.

Totgeburt

Mit dem Begriff Totgeburt verbindet sich, dass eine Geburt stattfindet. Das Kind ist entweder bereits im  Mutterleib oder im Laufe des Geburtsvorganges verstorben. Totgeborene Kinder mit einem Gewicht von mehr als 500 Gramm sind hiermit bezeichnet. Eine Totgeburt wird nicht in sämtlichen deutschen Bundesländern aufgrund der allgemeinen Bestattungspflicht beigesetzt. Zusätzlich ist es in einigen Bundesländern überhaupt nicht möglich, ein totgeborenes Kind unter 1.000 Gramm zu bestatten. Nur auf speziellen Wunsch des/der Erziehungsberechtigten werden Totgeburten mit dem Vor- und Familiennamen im Geburtenbuch vermerkt.

Frühgeburt

Auch die Frühgeburt ist die Lebendgeburt eines Kinder, allerdings mit einem Gewicht < 2.500 g. Die Frühgeburt findet statt vor der 37. Schwangerschaftswoche.

Personenstandsgesetz

In diesem Gesetz werden die Eintragungen in das Geburtenbuch festgeschrieben. Hier werden folgende Daten festgehalten:

  • Vor- und Familiennamen von Vater und Mutter mit Berufsbezeichnung, Wohnort, mit deren  Einverständnis auch die zu einer Kirchen- oder Religions-Zugehörigkeit und
  • Geburtsort mit genauer Tageszeit der Geburt
  • Kindesgeschlecht mit Vor- und Familiennamen

Beerdigung von Totgeburten und Fehlgeburten nach dem Bestattungsrecht

Das Bestattungsrecht obliegt den einzelnen Ländern. Das bedeutet, man muss sich in jedem Bundesland nach dessen Bestattungsverordnungen richten. Da keine einheitliche Regelung besteht unterscheiden sich diese oft grundlegend voneinander.

Generell gilt allerdings in Deutschland eine Bestattungspflicht für den menschlichen Leichnam. Hierzu zählen selbstverständlich auch verstorbene Kinder. Diese müssen allerdings lebend geboren sein und dann greift dies unabhängig vom Geburtsgewicht auch bei den Totgeburten.

Bei Fehlgeburten gibt es keine Bestattungspflicht, jedoch was viele nicht wissen, nach heutiger gerichtlicher Auslegung einen Anspruch auf Wunsch der Eltern. (Quelle: Rixen „Die Bestattung fehlgeborener Kinder als Rechtsproblem“, FmRZ 1994, H. 7, S. 417 – 425).

Für ein nicht bestattungspflichtiges Kind haben Eltern verschiedene Möglichkeiten: Entweder die gemeinschaftliche Beisetzung, welche kostenfrei an verschiedenen Zeitpunkten in der Regel als Feuerbestattung einige Male im Jahr stattfindet. Bis dahin werden die Tot- und Frühgeburten in der Geburtsklinik aufgehoben. Weitere Möglichkeit wäre ein Gemeinschaftsgrab auf einem wohnortnahen Grabfeld. Oder auch die individuelle Bestattung, hierzu müssen Eltern jedoch in vielen Bundesländern noch kämpfen.