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Eigener Nachwuchs macht das Glück einer Familie oftmals erst perfekt und verleiht der partnerschaftlichen Beziehung der Eltern eine neue Dimension. Ein Kind zu verlieren und zu Grabe tragen zu müssen, ist wohl die schmerzlichste Situation, in die Eltern geraten können. Endet das Leben des geliebten Kindes, bricht für die Eltern und das gesamte Umfeld eine Welt zusammen. Schmerz, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Trauer sind die vorherrschenden Emotionen und lassen das Leben zunächst sinnlos und leer erscheinen. Im Laufe der Zeit lernen die Eltern aber in der Regel, mit diesem Schicksalsschlag zu leben, auch wenn der Schmerz ein Leben lang bleibt und sie so fortan begleitet.

Dass das noch junge Leben des eigenen Kindes ein jähes Ende gefunden hat, während man selbst weiterleben muss, ist für die Eltern häufig nur schwer zu ertragen. Die hinterbliebenen Eltern haben dann mit Hilflosigkeit, Enttäuschung und nicht zuletzt auch Wut zu kämpfen und befinden sich in einem emotionalen Ausnahmezustand. Nicht selten geht die Trauer um das eigene Kind mit der Suche nach einem Schuldigen einher. Ist das Kind einem Verbrechen zum Opfer gefallen oder infolge eines Unfalls gestorben, scheint der Schuldige recht schnell gefunden, so dass sich die gesamte Wut und Enttäuschung der Hinterbliebenen auf diese Person konzentriert. Kinder erkranken mitunter aber auch schwer oder leiden unter einem schwerwiegenden Geburtsfehler und versterben infolgedessen, sofern die moderne Medizin das Leben des Kindes nicht retten kann.

Trauer um ein Kind – Die Eltern und das gesamte Umfeld trauern

In vielen Fällen fühlen sich die Eltern eines verstorbenen Kindes alleingelassen und finden zunächst keinen Weg, mit ihren Gefühlen zurechtzukommen. Oft fühlen sie sich unverstanden und ziehen sich immer mehr zurück, da sie annehmen, ohnehin von niemandem verstanden zu werden. In einigen Fällen geht im Zuge dessen auch die Partnerschaft der Eltern in die Brüche, da Mutter und Vater auf andere Art und Weise um den Nachwuchs trauern und letztendlich keine Basis für ein weiteres, gemeinsames Leben finden können.

Die Eltern sind allerdings in keinster Weise allein, denn der Tod eines Kindes berührt das gesamte Umfeld und erfüllt somit die gesamte Familie sowie den Freundes- und Bekanntenkreis mit Trauer. An der Tatsache, dass das Kind viel zu früh verstorben ist und ein nur kurzes Leben hatte, kann man zwar nichts ändern, doch das gesamte Umfeld kann den verwaisten Eltern Halt geben und diesen in dieser schweren Zeit helfen. Entsprechende Selbsthilfegruppen können zusätzlich eine gute Möglichkeit sein, die Trauerarbeit anzugehen und die Emotionen zu ordnen. Die Trauer um das eigene Kind wird die Eltern natürlich ein Leben lang begleiten, aber mit der Zeit werden sie lernen, ihr Schicksal zu akzeptieren und mit dem Verlust zu leben. Natürlich ist dies nicht leicht und vor allem anfangs praktisch undenkbar. Indem man seine Trauer zulässt und gegebenenfalls Hilfe von außen annimmt, kann man die aus dem Tod des Kindes resultierende persönliche Krise überwinden.

Weitere Informationen und Hilfe im Netz:

Startseite – Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.
Initiative REGENBOGEN „Glücklose Schwangerschaft“ e.V.

Die Anschaffung eines Haustieres ist stets für die gesamte Familie ein wichtiger Schritt, schließlich nimmt man so ein Lebewesen in seine Familie auf und muss dieses die nächsten Jahre adäquat versorgen. Folglich bedeutet ein Hund, eine Katze oder ein anderes Haustier eine große Verantwortung, die man für einen längeren Zeitpunkt eingeht. Nichtsdestotrotz wird dies von Tierliebhabern natürlich nicht als Last empfunden. Das Haustier bereichert den Alltag vielmehr und bereitet allen Familienmitgliedern große Freude. Innerhalb kürzester Zeit entsteht so üblicherweise eine enge Bindung zwischen Mensch und Tier und das Haustier ist zu einem festen Mitglied der Familie geworden, das zumindest in gewissem Maße die Gestaltung des Alltags bestimmt.

Im Vergleich zum Menschen verfügen Tiere in der Regel über eine deutlich kürzere Lebensspanne, denn die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei Katzen und Hunden bei etwa 15 Jahren. Über diesen Zeitraum hinweg erweist sich der Vierbeiner immer wieder als treuer Begleiter und enger Vertrauter. Eines Tages kommt es allerdings unweigerlich dazu, dass das geliebte Tier verstirbt und Frauchen und Herrchen voller Trauer zurücklässt. Andere Tiere, wie zum Beispiel Papageien oder Schildkröten, gehören über Jahrzehnte zur Familie. Verstirbt schließlich das Haustier, mit dem man mitunter 50 Jahre oder länger zusammen gelebt hat, ist tiefe Trauer vorprogrammiert. Die Tierbesitzer sollten sich auf keinen Fall dagegen wehren und ihre Trauer zulassen, auch wenn es sich „nur“ um ein Tier gehandelt hat.

Um Haustiere trauern

Haustiere sind für ihre Halter wichtige Bezugspunkte in ihrem Leben und üblicherweise ein Teil des Alltags, so dass sie zur Familie gehören. In Anbetracht der engen Bindung, die die Menschen zu ihrem Haustier eingehen, ist es nur natürlich, dass der Tod des Tieres einen Trauerprozess in Gang setzt. Auch hierbei durchleben die Trauernden verschiedene Phasen und müssen allmählich lernen, mit dem Verlust zurechtzukommen. Außenstehenden und mitunter sogar den Tierhaltern selbst erscheinen die tiefen Emotionen und Trauergefühle, die der Tod eines Tieres auslöst, manchmal unverhältnismäßig, da es sich „nur“ um ein Tier gehandelt hat und schließlich kein Mensch verstorben ist.

Der psychologische Trauerprozess unterscheidet sich aber zunächst einmal nicht. Natürlich ist es etwas anderes, wenn ein Tier oder ein Familienmitglied verstirbt. In beiden Fällen durchlebt man einen großen Schmerz und erlebt einen schweren Verlust, so dass Trauer nur natürlich ist. Für den trauernden Tierhalter bedeutet der Tod des geliebten Vierbeiners einen schweren Schicksalsschlag, dem man auch emotional gerecht werden sollte. So sollte man sich unbedingt ausreichend Raum für die persönliche Trauer schaffen und Zeit geben, mit dem Verlust zurechtzukommen. Auch wenn die Mitmenschen mitunter irritiert sind und die Trauer des Tierhalters nicht nachvollziehen können, ist diese vollkommen natürlich und zudem notwendig, um mit den eigenen Gefühlen zurechtzukommen. Hat eine innige Beziehung zwischen Halter und Tier bestanden, sind Trauergefühle normal und wichtig, um den Tod zu verarbeiten.

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Meine Katze ist gestorben – Trauer um die Katze
Wenn der geliebte Hund stirbt – Trauer um einen Hund

Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland und leben in vielen Millionen Haushalten. Dort bereichern sie durch ihr unabhängiges Wesen und ihre Sanftmut das Leben der Familie und binden sich eng an ihre Menschen. Die Ruhe, die eine Katze ausstrahlt, und ihre Unabhängigkeit werden von Katzenliebhabern gleichermaßen geschätzt. In der Regel werden die Katzen zu vollwertigen Familienmitgliedern und verbringen ihr ganzes Leben mit ihren Menschen. In durchschnittlich 15 Jahren baut sich eine enge Beziehung zwischen der Katze und ihrer Familie auf.

Dass der Tod der geliebten Katze für die Besitzer mit tiefer Trauer einhergeht, ist in Anbetracht der emotionalen Bindung nicht verwunderlich. Ob das Tier an Altersschwäche oder nach einem Unfall verstorben ist oder aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung erlöst werden musste, der Tod der Katze muss erst einmal verkraftet werden. Die Katzenhalter sollten sich in diesem Zusammenhang nicht gegen ihre Gefühle wehren und die Trauer um die Katze zulassen, denn nur so kann man den Schmerz verarbeiten und lernen, mit dem Verlust zurechtzukommen.

Um die Katze trauern

Wie die Trauer um die Katze aussieht, ist natürlich individuell und variiert von Mensch zu Mensch. Bei der Trauer handelt es sich um eines der intensivsten Gefühle, dass den Betroffenen aufwühlt und mehr oder weniger zeitweise aus der Bahn wirft. Auch der Tod der geliebten Katze, die man die vergangenen Jahre gehegt und gepflegt hat, kann solche Emotionen auslösen. Katzen und andere Haustiere werden schließlich in die Familie integriert und haben für ihre Halter einen hohen Stellenwert, so dass ihr Tod natürlich auch betrauert wird.

Grundsätzlich existieren keine Unterschiede bei der Trauer, unabhängig davon, ob es um den Tod eines Menschen oder eines Haustieres geht. Natürlich ist der Tod eines Menschen emotionaler, wer sein Herz aber an eine Katze verschenkt hat, trauert um diese in ähnlichem Maße. Jede Katze hat ihre ganz eigene Persönlichkeit und einen besonderen Charakter, die man dann schmerzlich vermisst. Das beruhigende Schnurren, das weiche Fell und die intensiven Schmusereien fehlen einem. Verschiedene Gegenstände, wie der Schlafplatz der Katze, die Katzentoilette oder auch der Kratzbaum stehen nun unbenutzt herum und führen dem Halter den Verlust der geliebten Katze immer wieder vor Augen. Zu einem der ersten Schritte im Rahmen der Trauerbewältigung gehört es dann häufig, die Sachen wegzuräumen, da sie ohnehin nicht mehr gebraucht werden. Auf diese Art und Weise ist die Trauer nicht mehr so präsent und der Katzenhalter kann sich allmählich an den Gedanken gewöhnen, dass die Katze verstorben ist.

Auf der Suche nach Trost schaffen sich Katzenliebhaber oftmals eine neue Katze an. Diese kann natürlich das verstorbene Tier nicht ersetzen, schließlich verfügt jede Katze über eine eigene Persönlichkeit, doch die Lücke, die durch den Tod der Katze entstanden ist, lässt sich so schließen. Eine neue Katze bringt wieder Leben ins Haus, wodurch es Katzenhaltern mitunter leichter fällt, Abschied zu nehmen.

Als bester Freund des Menschen ist der Hund in der Regel ein festes Familienmitglied und ein treuer Begleiter für seinen Besitzer. Naturgemäß verfügen Hunde aber lediglich über eine begrenzte Lebenserwartung von etwa zehn bis fünfzehn Jahren, so dass früher oder später der Zeitpunkt kommt, an dem man von seinem geliebten Haustier Abschied nehmen muss. In Anbetracht der engen Bindung, die Hundebesitzer zu ihrem Vierbeiner eingehen, ist dies stets ein schwerer Verlust, der mit einer immensen Trauer um den Hund einhergeht.

Für Außenstehende erscheint die Trauer um einen Hund in manchen Fällen übertrieben und unangemessen, für die Besitzer ist dies dahingegen nur natürlich. Der verstorbene Hund war viele Jahre Teil ihrer Familie und hinterlässt somit eine Lücke. Dass der Tod des Hundes mit großem Schmerz verbunden ist und Frauchen und Herrchen mit Trauer erfüllt, ist folglich keineswegs ungewöhnlich. Der Besitzer sollte sich die Trauer zugestehen und nicht versuchen, über den Tod des Haustiers hinwegzugehen, schließlich muss auch dieser Verlust erst einmal verarbeitet werden. Um die Trauer und den Schmerz zu bewältigen, muss man sich seinen Emotionen stellen und Gefühle zulassen.

Den geliebten Hund auf dem Tierfriedhof beisetzen lassen

In Anbetracht der engen Bindung, die im Allgemeinen zwischen Hund und Halter besteht, erscheint es unangemessen, den geliebten Vierbeiner beim Tierarzt zu lassen und in die Tierkörperbeseitigung zu geben. Für ein Familienmitglied ist eine solche Form der Beisetzung natürlich unpassend, auch wenn es sich um ein tierisches Familienmitglied handelte. Wer die Möglichkeit hat, setzt seinen verstorbenen Hund auf dem eigenen Grundstück bei und legt dort ein Grab an. Auf diese Art und Weise hat man in seiner direkten Nähe einen Platz, an den man sich in seiner Trauer um den Hund zurückziehen und diesem dort gedenken kann.

Leider haben allerdings nicht alle Hundebesitzer die Möglichkeit, ihren geliebten Hund auf dem eigenen Grundstück zu begraben. Die Tierbeseitigung ist dann aber keineswegs die einzige Möglichkeit, schließlich kann man seinen Vierbeiner auch auf einem speziellen Tierfriedhof beisetzen lassen. Vielerorts existieren längst solche Friedhöfe, die speziell für die Bestattung von Haustieren ins Leben gerufen wurden und den Haltern die Gelegenheit geben, sich würdevoll von ihrem Hund zu verabschieden, der sie jahrelang begleitet hat und stets treu an ihrer Seite war. Entsprechende Bestattungsinstitute für Haustiere sind solchen Tierfriedhöfen üblicherweise angeschlossen und übernehmen die Organisation und Durchführung der Beisetzung.

Wer keinen Hund hat und auch keine enge Bindung zu einem anderen Tier pflegt, kann die Beweggründe für eine solche Beerdigung eines Hundes häufig nicht nachvollziehen. Die Trauer um einen Hund erscheint so unverhältnismäßig und übertrieben, schließlich war dieser bloß ein Tier. Für die Halter ist der Hund aber natürlich weitaus mehr und hat als Familienmitglied selbstverständlich auch einen würdevollen Abschied verdient. Im Zuge der Trauer um den verstorbenen Hund ist es vielen Menschen ein tiefes Bedürfnis, das Tier auf einem Tierfriedhof beisetzen zu lassen, denn so können sie einen ersten Schritt zur Trauerbewältigung machen und schaffen zudem einen Trauerort.

In Deutschland sterben jedes Jahr mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Drogen und AIDS zusammen. Selbstmord ist nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen bei Jugendlichen. 

Suizidgedanken werden in der Regel durch äußere Krisen ausgelöst. Meist werden diese Krisen durch zwischenmenschliche Konflikte, Trennungen oder den Tod von wichtigen Bezugspersonen, Kränkungen, schweren Erkrankungen, beruflichen Problemen, den Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt und – besonders im hohen Alter – Vereinsamung und Selbstwertverlust ausgelöst. Jeder kennt solche Krisen und die meisten können mit ihnen mehr oder weniger fertig werden. Oft helfen dann Gespräche mit Freunden oder auch professionelle Gespräche, zum Beispiel in Beratungsstellen, Kriseninterventionseinrichtungen oder mit Psychotherapeuten. Manche Menschen sehen in solchen Krisen keinen Ausweg mehr und werden suizidal.

10 Tipps für Betroffene

Tipp 1

Tipp 2

Tipp 3

Tipp 4

Tipp 5

Tipp 6

Tipp 7

Tipp 8

Tipp 9

Tipp 10

Quelle:

Weitere Quellen im Netz:
www.frnd.de/zahlen-fakten/
www.facebook.com/freundefuersleben

Eine Gedenkminute oder Schweigeminute ist ein kurzer Zeitraum, in dem an die Opfer und deren Hinterbliebenen eines schweren Unglücks oder eines schweren Verbrechens still gedacht und die letzte Ehre erwiesen werden soll. In der Gedenkminute gedachten die Menschen den Opfern der Katastrophe und beteten für die Hinterbliebenen. Fünf Gedenkminuten für zwischendurch, wurden nun von yankodesign neu definiert. 

Gleich vorweg nehmen müssen wir jedoch, dass diese Gedenkkerzen leider nur in einer limitierten Auflage hergestellt wurden. Diese Gedenkkerzen sind nicht mehr erhältlich. Wir finden diese Idee richtig toll. Ggf. findet sich ein Hersteller, der dies aufgreift, produziert und zu einem fairen Preis anbietet.

Fünf Gedenkminuten für zwischendurch von yankodesign

Fünf Gedenkminuten für zwischendurch von yankodesign

Definition einer Schweigeminute/Gedenkminute laut Wikipedia

Eine Schweigeminute, auch Gedenkminute, ist ein Zeitabschnitt von einigen Sekunden bis hin zu mehreren Minuten, in denen die Betreffenden in ihren Alltagsabläufen und -tätigkeiten innehalten und still eines oder mehrerer Toter gedenken. Sie ist die öffentliche Bekundung der Trauer und des Mitgefühls für die Opfer und Hinterbliebenen schwerer Unglücksfälle (z. B. Naturkatastrophen, schwere Verkehrsunfälle, Terroranschläge), aber auch beim Tod prominenter Persönlichkeiten. Manche proklamierte Gedenkminute hat zudem den Charakter einer Demonstration, insbesondere im Falle des Gedenkens an die Opfer von Gewaltverbrechen.

Es wird z. B. beim Tod eines herausragenden Sportlers eine Schweigeminute im Stadion eingelegt, oder beim Tod eines Staatsmannes erfolgt eine Schweigeminute im Parlament.

Die Schweigeminute ist ein Mittel, das auch solche Personen zum Ausdruck ihrer Verbundenheit nutzen können, die den Opfern und Hinterbliebenen nicht persönlich nahestehen und daher nicht auf dem üblichen Wege kondolieren können. Sie kann aber auch genutzt werden, um das Geschehene zu verinnerlichen. Ebenso können auch nicht religiöse Personen diese Form der Anteilnahme – anstelle des Gebets – ausüben. Um die Einhaltung einer Schweigeminute wird meist von hohen Politikern oder Verbandsvertretern gebeten. Das während der Schweigeminute innehaltende öffentliche Leben soll den Einschnitt symbolisieren, den der Unglücks- bzw. Todesfall hervorgerufen hat.

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Schweigeminute

Der Umgang mit der Sprache ist nicht immer leicht. So fällt es den meisten Menschen schwer, ein überzeugendes Kompliment zu machen, welches nicht übertrieben oder aber ironisch wirkt. Noch größer wird die Sprachlosigkeit, wenn es darum geht, in einem Trauerfall sein Beileid mit passenden und tröstenden Worten auszusprechen. Besonders hilflos fühlen sich dann die Menschen, die zum ersten Mal in ihrem Leben mit dieser Aufgabe konfrontiert werden.

Beileid als Unterstützung

Das Aussprechen des Beileids ist eine Konvention, die sich aus dem Bemühen heraus entwickelt hat, Menschen im Angesicht des Todes nicht allein zu lassen, sondern ihnen zu signalisieren, dass man mit ihnen fühlt und ihren Schmerz teilt. Dabei haben sich Floskeln entwickelt, die es auch in einem formelleren Rahmen ermöglichen sollen, mit angemessenen Worten sein Beileid auszusprechen. Diese Formeln wie „Herzliches Beileid“ oder „Mein aufrichtiges Beileid“ erfüllen sicher auch ihren Zweck, wenn man den verstorbenen Menschen und seine Familie nicht näher gekannt hat und beispielsweise auf der Bestattungsfeier eines Vorgesetzten dessen Angehörigen kondolieren möchte.

Würdevoll kondolieren

Kannte man den Verstorbenen jedoch näher, so sollte man sich nicht nur auf diese Formeln beschränken. Hier können ein paar persönliche Worte zusätzlichen Trost spenden, den die trauernden Angehörigen bitter nötig haben. Einige Worte über die eigene Trauer und die Gefühle, die man selbst angesichts des Verlustes hat, sind hilfreich und tröstlich.

Wenn man würdevoll kondolieren und echten Trost spenden möchte, ist dabei die Wahl der Worte natürlich sehr wichtig. Falls man sich im Alltag einer eher legeren Sprache bedient, sollte man zu einer würdevollen Kondolenzbekundung davon etwas Abstand nehmen und mit etwas wohlgesetzteren Worten sein Beileid ausdrücken. Formulierungen wie „Echt, ey, sorry das mit deinem Alten“ drücken leider nicht den Respekt aus, den man vor der verstorbenen Person und der Trauer der Hinterbliebenen empfindet und vermitteln möchte, sie spenden auch nicht sehr viel Trost.

Ist man mit einem solchen Sprachgebrauch nicht sehr vertraut, kann man sich gerne zum Beispiel im Internet informieren, wie man sein Beileid würdevoll ausdrückt und aus diesen Beispielen seine eigenen Formulierungen entwickeln. Wenn man dann sein Beileid ausspricht, gehört übrigens auch der klassische Händedruck oder eine kurze Umarmung dazu, auch hier sollte man im Hinblick auf die Situation auf vielleicht sonst übliche kumpelhaftere Gesten verzichten.

Kondolenzbekundung für Steve Jobs von Apple

kondolenzbekundung

Der Tod eines nahen Angehörigen, den man geliebt hat, zerstört das bisherige Leben und reißt eine Lücke hinein, von der man sich zu Beginn nicht vorstellen kann, dass sie sich jemals wieder schließen wird. Und vielleicht wird sie das auch nicht, jedoch wird man im Laufe der Zeit lernen, sie zu akzeptieren und eine neue Form der Beziehung zu dem verstorbenen Menschen aufzubauen. Direkt nach dem Todesfall ist man davon jedoch noch weit entfernt und für jede menschliche Unterstützung dankbar, die das Leid ein wenig – wenn vielleicht auch nur kurzfristig – lindern können.

Trauerbekundungen

Eine wichtige emotionale Unterstützung für trauernde Menschen ist das Bewusstsein, dass andere Menschen an ihrem Leid Anteil nehmen und mit ihnen fühlen. Daher sind sie dankbar, wenn man ihnen auf aufrichtige Weise seine eigene Trauer bekundet. Wenn man mit dem Verstorbenen oder seiner Familie näher befreundet war, wird man diese Trauerbekundungen sicher persönliche ausdrücken wollen.

Am persönlichsten ist sicher ein Kondolenzbesuch im Trauerhaus. Man sollte sich aber vorher erkundigen, ob dieser gewünscht ist und wann er zeitlich am besten passt, denn die Zeit vor der Bestattung ist oft sehr hektisch für die Angehörigen. Wenn man aber einen passenden Zeitpunkt gefunden hat, sind eine liebevolle Umarmung und mitfühlende Worte sicher eine willkommene Unterstützung.

Tröstende Beileidsschreiben

Steht man den Hinterbliebenen nicht so nahe oder erlaubt die räumliche Entfernung keinen persönlichen Besuch, wird man tröstende Beileidsschreiben schicken wollen. Dabei kann man auf vorgefertigte Karten mit einem kurzen Spruch oder Gebet zurück greifen, die man dann mit eigenen Worten ergänzen kann.

Als tröstend wird von den Angehörigen einerseits empfunden, wenn man das Verständnis für ihren tiefen Kummer über den Verlust, den sie erlitten haben, ausdrückt. So spüren sie, dass sie trotz des Todes nicht allein sind. Andererseits ist es auch tröstend, da ein Ausdruck der Wertschätzung für den Verstorbenen, wenn man seiner eigenen Trauer um den Verlust des Menschen in dem Beileidsschreiben Raum gibt.

Man kann zum Beispiel noch einmal die Eigenschaften des Toten ansprechen, die man an ihm oder ihr am meisten geschätzt hat und darlegen, wie diese das eigene Leben bereichert haben. Eine solche Anerkennung tröstet die Angehörigen, da sie erneut erfahren, dass ihr geliebter Angehöriger auch für andere Menschen ein wertvoller Begleiter im Leben war.

Solange die Worte aufrichtig sind und von Herzen kommen, können sie großen Trost spenden. Deshalb sollte man davon Abstand nehmen, sich in Platituden oder Floskeln zu retten, wenn einem nicht sofort die richtigen Worte einfallen wollen. Denn ein Sprichwort wie das von der Zeit, die alle Wunden heilt, mag zwar sogar wahr sein, ist zu diesem Zeitpunkt gewiss jedoch kein Trost für jemanden, der sich ganz frisch mit einem schmerzhaften Verlust konfrontiert sieht.

Einfühlungsvermögen ist sehr wichtig, wenn Sie Trauernden beistehen möchten. Sicher denken Sie jetzt, das ist doch selbstverständlich. Doch das ist es leider nicht. Denn oft kommt etwas ganz anders an, als man es eigentlich gemeint hat. Sie kennen das vielleicht aus Gesprächen mit Ihrem Partner oder Ihrem Kind. Sie meinten es gut, doch Ihre Ratschläge oder Ihre Hilfsangebote wurden vollkommen anders aufgefasst, als Sie es gemeint hatten. Bei Trauernden ist diese Gefahr noch etwas größer, befinden sie sich doch in einer emotionalen Ausnahmesituation. Ein falsches Wort zur falschen Zeit kann hier noch Tränen auslösen. Das ist auch nur zu verständlich, ist es doch sehr schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren. Gerade dann, wenn man viele Jahre gemeinsam durchs Leben gegangen ist und der Partner ist auf einmal nicht mehr an der Seite, fällt es schwer, dem Leben wieder offen gegenüberzustehen. Wohlmeinende Ratschläge kommen dann nicht immer gut an, vor allem, wenn sie Allgemeinplätze sind. Das gehören beispielsweise „Die Zeit heilt alle Wunden.“, „So langsam könntest du doch mal wieder ausgehen“ oder „ Meinst du nicht, du vergräbst dich zu sehr?“

Beistand ohne zu werten

Zeigen Sie dem trauernden Menschen, dass Sie für ihn da sind. Lassen Sie ihn über seine Gefühle sprechen, wenn er möchte und nehmen Sie ihn in den Arm, wenn er weint. Seien Sie einfach nur da, wenn Sie gebraucht werden. Viele Worte sind meist gar nicht nötig. Bieten Sie auch Ihre Hilfe an und tun Sie das am besten konkret. Konkrete Hilfsangebote werden seltener abgelehnt, denn oft haben Trauernde Angst, lästig zu fallen und trauen sich nicht nach Hilfe zu fragen, obgleich diese schon angeboten wurde. Deshalb ist es manchmal besser, gleich deutlich zu sagen: „Ich fahre morgen Getränke holen, möchtest du mitkommen?“, Ich gehe nächsten Freitag zum Friseur, möchtest du auch einen Termin?“. Auch dann kann es natürlich sein, dass das Hilfsangebot abgelehnt wird, doch das nächste Mal wird es vielleicht angenommen. Zögern Sie nicht, immer wieder Ihre Hilfe anzubieten. Werten Sie auch nicht, sondern lassen Sie den Trauernden so trauern, wie er es möchte. Hiermit ist natürlich nicht gemeint, dass Sie jemanden alleine lassen sollen, dem es sehr schlecht geht. Es geht darum, dass Trauer nicht begrenzt werden kann. Auch wenn Sie also das Gefühl haben, es wird langsam Zeit, die Trauer zu überwinden, muss das für den Trauernden selbst nicht auch gelten. Seien Sie einfühlsam und seien Sie da, wenn man Sie braucht, damit geben Sie dem Trauernden sehr viel Hilfe.

Wird ein lieber Mensch aus unserer Mitte gerissen, ist das nicht nur für die Angehörigen ein Schock. Auch Verwandte und Freunde stehen der Situation oft hilflos gegenüber. Oftmals wissen sie nicht, wie sie sich gegenüber dem Trauernden verhalten sollen. Welches Verhalten ist nun angebracht? Wie kondoliere ich am besten? Es gibt keine allgemeingültigen Regeln, nach denen sich jeder richten könnte. Jeder Trauerfall ist einmalig und jeder Mensch individuell. Jeder geht mit seiner Trauer anders um. Während es der eine nach außen trägt, hadert der andere still mit seinem Schicksal. Um Trauernden zu helfen, ist Empathie wichtig. Mitgefühl zeigen, sowie Aufmerksamkeit schenken und Hilfe anbieten. Auch wenn die Hilfe nicht sofort angenommen wird, das Hilfsangebot sollte immer wieder wiederholt werden. Gut ist es auch, konkret zu werden: „Kann ich dich morgen abholen, wir könnten einkaufen fahren?“, „Möchtest du zum Gärtner Blumen für das Grab aussuchen? Wenn du möchtest, begleite ich dich heute.“

Einfühlungsvermögen zeigt dem anderen, er ist nicht alleine

Die meisten Menschen fühlen sich nach einem Trauerfall alleine gelassen. Stirbt ein Partner und ist der andere auf einmal alleine, so kann er kaum damit umgehen. Zu unwiderruflich ist es, um es fassen zu können. Anfangs wird der Schmerz oft noch verdrängt, denn den Schmerz zuzulassen, würde bedeuten, der Realität ins Auge zu schauen. Doch dazu sind manche Trauernde noch nicht bereit. Hier ist es wichtig, einfühlsam zu sein. Den anderen in den Arm zu nehmen, ihm zu zeigen „Du bist nicht alleine in deinem Schmerz“. Es müssen nicht viele Worte sein, die Trost spenden. Manchmal reicht ein stummer Händedruck oder ein tiefer Blick. Worte sind manchmal gar nicht angebracht. Wer nicht genau weiß, was er sagen soll, sollte dies auch zum Ausdruck bringen. „Es fällt mir schwer, dir meine Hilfe anzubieten. Ich habe Angst etwas falsch zu machen.“ So weiß der andere, er ist nicht alleine und kann sich doch auf einen Menschen an seiner Seite verlassen. Zwar ist dieser momentan ebenso hilflos, doch zusammen werden sie es schaffen. Offene Worte sind besser als gar nichts zu sagen. Denn auch wenn die Wortlosigkeit oft nur der Hilflosigkeit entstammt, fühlt sich der Trauernde doch sehr alleine gelassen. Ein offenes ehrliches Wort kann die Situation entspannen.