Der Buddhismus
Der Buddhismus ist eine Religion, die im vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in Indien entstand. Siddartha Gautama, später Buddha genannt, lehrte seine durch Kontemplation und Meditation erlangten Erkenntnisse über die Natur des Lebens und den Weg, das irdische Leben verlassen zu können um in das Nirwana eingehen zu können. Der Buddhismus unterscheidet sich fundamental von den monotheistischen Religionen wie Christentum, Judentum und Islam, denn der Buddhist glaubt weder an einen allmächtigen Gott noch an eine unsterbliche Seele. Buddha lehrte seine Anhänger die vier grundlegenden Weisheiten seiner Erkenntnis: dass das Leben leidvoll sei, dass Gier, Verblendung und Hass die Ursachen dieser Leiden sind, dass ein Ausmerzen dieser Zustände das Leiden beendet, und dass der Weg dahin der Edle Achtfache Pfad sei, das sind Anweisungen, wie man sein Leben führen sollte, um erlöst zu werden und in das Nirwana einzugehen.
Buddhistische Vorstellungen vom Leben und Tod
Der Buddhismus geht vom Prinzip des Karma und der Wiedergeburt aus, das bedeutet, das jede Handlung, ob gut oder böse, eine Wirkung auf den ausführenden hat, die sich allerdings erst in einem nächsten Leben äußern kann. Der Mensch durchläuft diesen Kreislauf an Tod und Wiedergeburt so lange, bis er gar kein Karma mehr erzeugt und dann in das Nirwana eingehen kann. Daher soll der Buddhist sein Leben so gestalten, dass er Leiden verringert, sich ethisch verhält und durch Meditation und Kontemplation eigene Erkenntnis und Einsicht in seinen Geist erlangt. Buddha lehnte Dogmen und Vorschriften ausdrücklich ab und ermunterte seine Anhänger zu eigenständigem Zweifel und Denken.

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