Was sagt Knigge zur Verwendung von Trauerbriefen?

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Trauerfälle bilden stets eine Ausnahmesituation und große emotionale Belastung, die es zunächst einmal durchzustehen gilt. Das gesamte Umfeld des Verstorbenen muss dessen Tod verkraften und ist zunächst von Schmerz und Trauer erfüllt, so dass der Alltag mehr oder weniger in den Hintergrund tritt. Besonders schwer ist die Situation natürlich für die engsten Angehörigen, die Beistand und Trost benötigen. Zugleich will man natürlich nicht aus Unwissenheit einen groben Fehler begehen und so mitunter die Gefühle der Angehörigen verletzen. Aus diesem Grund stellt sich immer wieder die Frage, wie man einen Trauerbrief richtig schreibt. Freiherr Adolph Knigge befasste sich unter anderem auch mit dem angemessenen Umgang mit den Mitmenschen. Der sogenannte Knigge ist auch heute noch für viele Menschen eine Institution. Bis heute ist der Knigge somit der Inbegriff für Benimmregeln und unter anderem auch im Zusammenhang mit Trauerfällen durchaus ein guter Ratgeber.

Knigge-Ratgeber für Trauerbriefe

Nahezu sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Lebens finden in den Regeln beziehungsweise Empfehlungen von Knigge Berücksichtigung. Bestattungen und Trauerfälle gehören hier ebenfalls dazu, was eine große Hilfe sein kann, denn so ist man nicht vollkommen ratlos, was das eigene Verhalten in einer solchen Situation betrifft. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die Kondolenz ein überaus heikles Thema sein kann, erweisen sich die Knigge-Ratschläge als große Hilfe.

Zuerst stellt sich üblicherweise die Frage, wann man einen Trauerbrief schreibt und an wen man sich hierin richtet. Der Knigge liefert diesbezüglich Antworten. Sobald man vom Tod der betreffenden Person erfährt, beispielsweise durch eine Todesanzeige oder eine Benachrichtigung, sollte man sich daran machen, einen Kondolenzbrief zu verfassen. Zudem sollte man seiner eigenen Trauer Ausdruck verleihen, diese aber auf keinen Fall in den Mittelpunkt stellen. In einem Trauerbrief geht es in erster Linie darum, den Angehörigen Trost zu spenden und Kraft für die schwere Zeit zu geben.

Dem Knigge entsprechend sollte ein Trauerbrief außerdem handschriftlich und auf hochwertigem Papier geschrieben werden. Anhand dessen wird die Wertschätzung noch einmal deutlich. Darüber hinaus sollte man sich in einem Trauerbrief stets an die engsten Angehörigen wenden und hierbei denjenigen als Empfänger wählen, dem man am nächsten steht.

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Geschrieben von Oliver Schmid.

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