Mit dem Scanner zum Grab - QR-Code am Grabstein

Magazin22. März 2013
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Das Internet wird in immer mehr Bereichen genutzt und ist aus dem Alltagsleben kaum noch weg zu denken. Bisher hat es nur vor dem Friedhof halt gemacht, aber ein neues Produkt verbindet auch das Grab mit dem Internet. Denn man kann nun auf dem Grab in codierter Form die Internetadresse einer Gedenkseite angeben, die von einem Smartphone oder Tablet gelesen und sofort aufgerufen werden kann.

Die virtuelle Unsterblichkeit wird so noch weiter unterstützt. Denn zu dieser Form der Unsterblichkeit hat es der Mensch ja mittlerweile gebracht – sehr viele Menschen richten für ihre verstorbenen Angehörigen Gedenkseiten im Internet ein, die an den Toten erinnern und tendenziell auf ewig vorhanden sind. Diese Seiten sind für die Angehörigen eine wichtige Anlaufstelle, besonders dann, wenn sie das Grab nicht besuchen können. Besucher der Seite können sich näher über den Menschen informieren, und sie können den Angehörigen im Kondolenzbuch tröstende Worte hinterlassen.

Informationen in Sekundenschnelle

Die Produkte von www.grabstein-qr.de ermöglichen es dem Besucher der Grabstätte, die codierte Adresse der Gedenkseite für den Verstorbenen zu scannen und sofort aufzurufen. Aber gehört so eine Adresse bzw. so ein QR-Code auf ein Grab? Soll man wirklich auf dem Friedhof im Internet surfen?

Sicher wirft ein neues Produkt wie dieses solche Fragen auf. Ein Friedhof ist eine Stätte der Ruhe und der Besinnlichkeit, auf dem man sich den Erinnerungen an die Verstorbenen hingibt und mit ihnen auf seine eigene Art und Weise Zwiesprache hält. Da passt das Surfen im bunten Internet auf den ersten Blick vielleicht nicht so hin.

Vielleicht aber doch. Schließlich ist das Grab eine Stätte der Erinnerung, und das ist eine Gedenkseite im Internet ebenfalls. Warum also sollte man nicht beides miteinander verknüpfen? Viele Menschen, die das Grab besuchen, wissen womöglich noch gar nichts von der Gedenkseite und sind froh, wenn sie auf diese Art und Weise davon erfahren. So können sie ihre Erinnerungen an den Verstorbenen schnell auffrischen und ein paar tröstende Worte des Beileids für die Angehörigen hinterlassen.

Und zudem wird der Code recht dezent auf dem Grab angebracht. Es handelt sich entweder um eine Porzellanplatte in Schwarz-Weiß, die auf einem bestehenden Grabstein befestigt werden kann oder mit einem Granitsockel geliefert wird. Oder aber der QR-Code wird direkt in einen schwarzen Granitblock eingraviert. So passt sich der QR-Code dezent in die Umgebung ein und zerstört nicht den Eindruck der Ruhe und Besinnlichkeit, den ein Friedhof vermittelt.

Sicher muss man sich an den Gedanken von moderner Technik auf einem Friedhof erst einmal ein wenig gewöhnen, aber da beide Elemente – das Grab und die Gedenkseite – die gleiche Aufgabe haben, an den verstorbenen Menschen zu erinnern, bilden sie vielleicht wirklich ein gutes Gespann und helfen dabei, diese Erinnerung auch wirklich lebendig zu halten.

Grabstein mit -Code – was ist das?

Der QR-Code ist ein zweidimensionaler Barcode. Er wurde 1994 von der japanischen Firma Denso Wave für den Autobauer Toyota entwickelt. Die Abkürzung QR (= engl. quick response) bedeutet dabei so viel wie „schnelle Antwort“ und leitet sich von dem zügigen und einfachen Ausleseverfahren der Daten ab.

Heute besitzen auch viele Mobiltelefone und Tablets die Möglichkeit, QR-Codes zu scannen und auszuwerten. In Japan sind QR-Codes sehr beliebt und auch in Deutschland kommen sie mehr und mehr zum Einsatz. Neben der Speicherung von Informationen auf Eintrittskarten, Flug- und Bahntickets gehört das Hinterlegen von Internetadressen dabei zu den meistgenutzten Anwendungsmöglichkeiten. Besucher scannen ganz einfach mit dem Smartphone oder Tablet den jeweiligen QR-Code und schon wird der Benutzer auf die dort hinterlegte Webseite weitergeleitet.

Besitzt der Grabstein einen QR-Code, bietet er Hinterbliebenen die Möglichkeit, die Grabstätte mit zusätzlichen Informationen über den Verstorbenen zu ergänzen. Dazu wird der Link zu einer Trauer- oder Gedenkseite im Internet in qr-Code umgewandelt und auf einem dezenten Sockel aus Granit angebracht. Wir haben zwei unterschiedliche Verfahren im Angebot:1.Der QR-Code wird direkt mit dem Laser auf die Granitsockel und -steine graviert.

Der QR-Code wird direkt mit dem Laser auf die Granitsockel und -steine graviert. Der QR-Code wird auf ein Plättchen aus witterungsbeständigem Porzellan aufgetragen und an dem jeweiligen Grabstein oder -sockel befestigt. Neben Grabstein und QR-Code können Sie sich bei uns auch eine dazu passende Trauer- oder Gedenkseite gestalten lassen.

Das Unternehmen Grabstein-QR entwickelt und betreibt kein eigenes Gedenkportal und setzen in diesem Bereich auf das erfolgreiche Portal Gedenkseiten.de.

Über Gedenkseiten.de:

Gedenkseiten.de hat nach über eineinhalb Jahren Planung und Entwicklung am 26. August 2011 die Pforten geöffnet. Mit bisher über 18 Millionen Seitenaufrufen, 243.000 angelegten Gedenkseiten und entzündeten Kerzen (Stand: 15.03.2013) ist Gedenkseiten.de bereits jetzt eines der größten Gedenkportale in Deutschland.

Webseite: Gedenkseiten.de

Wie denken Sie darüber? Würden Sie dieses Produkt nutzen?

Geschrieben von Oliver Schmid.

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