
Berühmte Persönlichkeiten ruhen auf fast allen Friedhöfen in den Großstädten Deutschlands. Die Grabstellen sind zumeist durch wunderbare, zum Teil schon sehr alte, Gedenk-Grabmale geschmückt. Friedhöfe sind Orte der stillen Begegnung und zugleich ein Hort der Ruhe und Nachdenklichkeit für die Nachwelt.
Grabmale sind zudem ein Kulturgut und zeugen vom Umgang der Menschen miteinander und mit ihren Verstorbenen. Liebevoll gepflegte Grabstellen berühren die Gefühle der Besucher.
Frankfurter Friedhofskomplexe
In Frankfurt befindet sich einer der größten Friedhofskomplexe in ganz Deutschland. Neben dem Frankfurter Hauptfriedhof befinden sich zwei jüdische Friedhöfe. Gelegen ist der gesamte Komplex an der Eckenheimer Landstraße. Neben beeindruckenden Portalbauten, lassen sich hier eine schöne Gartenarchitektur, sowie Grabdenkmäler bewundern. Viele dieser Gedenkstätten sind bekannten Frankfurter Persönlichkeiten gewidmet. So fanden der Dichter Friedrich Stoltze, die Schauspielerin Liesel Christ, die Schriftstellerin Dorothea Schlegel und auch die Philosophen Arthur Schopenhauer und Theodor W. Adorno hier ihre letzte Ruhestätte. Insgesamt befinden sich über 900 Grabstätten unter Denkmalschutz.
Eine Besonderheit des Friedhofes sind die geschwungenen Wege, die den Eindruck erzeugen, als würden sie auf natürliche Weise so verlaufen. Aber in neueren und restaurierten Teilen des Friedhofes sind die Wege etwas größer und vermitteln beinahe den Eindruck einer Allee. Viele Bäume und eine schöne Bepflanzung machen den Friedhof zu einem schönen Stückchen Land in Frankfurt. Das Alte und Neue Portal sind Eingänge und beeindruckende Bauten zugleich. Fünf weitere Eingänge sind für die Bürger angelegt worden. Auch mehrere Mausoleen befinden sich dort. Der Friedhof beherbergt auch eine Reihe von Denkmälern. Unter anderem wird den Septemberunruhen, den Opfern der Hindenburg und einem Flugzeugabsturz gedacht.
Erinnerung an jüdische Oper der Nazi-Herrschaft
Aber auch am Börneplatz erinnern insgesamt 961 Tafeln mit den Namen, an die jüdischen Opfer während der Nazi-Herrschaft in Deutschland. Drei Steine wurden von Besuchern auf den Namenstafeln hinterlassen. Diese sollen an Anne Frank erinnern, die in ihrem Versteck ein Tagebuch über die Verfolgung der Juden geschrieben hat. Auch an der Battonnstraße wird den Opfern unter den Juden gedacht.

Durch die öffentliche Gedenkkultur eines Landes sollen die Erinnerungen an historische Begebenheiten, bekannte Persönlichkeiten oder aber auch an die Opfer bestimmter historischer Ereignisse lebendig gehalten werden und im Bewusstsein der Gesellschaft wach bleiben. Zu einer Gedenkkultur gehören viele unterschiedliche Aktivitäten, wie die Archivierung, Aufbereitung und Analyse von Informationen aus der heutigen Perspektive, Gedenkstätten, Mahnmale, Gedenktage und Gedenkfeiern sowie spezielle Veranstaltungen. Zu bestimmten Anlässen werden die Themen, an die man erinnern möchte, auch in den Medien immer wieder stark diskutiert.
Eine neue Attraktion bietet Essen und wirbt auch in ihrem Internetauftritt mit dem Slogan „Kultur verbindet Essen“ und schmückt sich mit dem Titel: Essen -Kulturhauptstadt Europas. Kultur und Bildung werden hier großgeschrieben, das wird auch online sehr deutlich.
Leipzig ist eine Stadt mit Kultur und viel Natur. Auf der Website der Stadt Leipzig ist zu lesen, dass die Stadt von 20 deutschen Städten durch den britischen „The guardian“ als erste Stelle der Deutschland-Reisetipps gesetzt wurde. Der Artikel erschien in der Ausgabe vom 19. März 2011 und auch im Online-Artikel dieses Blattes mit der Überschrift: „Wunderbar! The best of Germany“. Vom guardian wurden hierbei die unterschiedlichsten Sichtweisen mit dem Fokus auf Politik und Wirtschaft beleuchtet. Quelle: Stadt Leipzig
Die Gedenkstätte Berliner Mauer erinnert an die Teilung der beiden deutschen Staaten. Sie liegt im Zentrum der Hauptstadt an der Bernauer Straße. Errichtet wurde sie direkt an der Stelle, an der früher die Mauer verlief und Ost und West durch den Todesstreifen getrennt waren. Im Jahre 1998 wurde ein Denkmal an der Gedenkstätte Berliner Mauer eingeweiht, das an die Opfer der Mauer erinnern soll. Neben dem Denkmal gehören das Besucherzentrum, das Dokumentationszentrum sowie die Außenausstellung im ehemaligen Grenzstreifen zur Gedenkstätte Berliner Mauer. Außerdem befindet sich auf dem Areal eine Kapelle der Versöhnung.
In der Landesheil- und Pflegeanstalt Hadamar, die seit 1907 besteht, wurden während des nationalsozialistischen Regimes an die 14500 Menschen ermordet.
Die meisten Menschen denken nicht viel über den Tod nach und nehmen die Tatsache, dass sie leben und sich womöglich guter Gesundheit erfreuen, quasi als selbstverständlich hin. Über den Tod als Bestandteil des Lebenszyklus denken sie lieber nicht nach, ist er doch für sehr viele Menschen ein Angst auslösendes Thema. Wer jedoch jemals plötzlich einen Angehörigen durch einen Unfall oder eine überraschende Krankheit wie einen tödlichen Herzanfall verloren hat, muss sich schmerzlich bewusst machen, dass Leben und Sterben nahe beieinander liegen und der Tod zu jedem Zeitpunkt die fordernde Hand ausstrecken kann.
Gedenkmünzen gibt es zu vielen verschiedenen Anlässen. So gibt es beispielsweise Gedenkmünzen für Prominente, wie hier gezeigt von Konrad Adenauer, dem ersten deutschen Kanzler der jungen Bundesrepublik. Ebenso gibt es auch Gedenkmünzen der Euroländer.
Zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee wurde schon 1952 eine Gedenkstätte errichtet, die am Rande des Geländes der Justizvollzugsanstalt Plötzensee liegt. Ab 1933 diente das Gefängnis der Inhaftierung und oft auch Hinrichtung politischer Gefangener, auch Regimekritiker, die dort in Untersuchungshaft saßen, zum Tode Verurteilte und ausländische Zwangsarbeiter gehörten zu den Häftlingen in Plötzensee. In den Jahren von 1933 bis 1945 vollstreckte man in dem Gefängnis knapp 3.000 Hinrichtungen, darunter 300 Frauen, die vom Frauengefängnis Barnimstraße ausschließlich zur Hinrichtung nach Plötzensee überführt wurden.