Trauer um ein Pferd

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Für viele Menschen geht mit der Anschaffung eines eigenen Pferdes ein Lebenstraum in Erfüllung. Vor allem Reitsportbegeisterte haben naturgemäß eine große Passion für Pferde und bauen zu ihrem Tier eine enge und innige Beziehung auf. Diese umfasst einerseits die Ausritte und andererseits auch die gesamte Persönlichkeit des Pferdes, das sich mit seinem ganz eigenen Charakter einen besonderen Platz im Herzen des Besitzers sichert. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Pferdes liegt bei 15 bis 20 Jahren, wobei einige Tiere durchaus ein Alter von 40 Jahren erreichen. Über Jahre hinweg ist das Pferd somit ein wichtiger Bezugspunkt im Leben des Reiters.

Pferdebesitzer verbringen einen Großteil ihrer Zeit im Stall und kümmern sich liebevoll um ihr Pferd. Neben regelmäßigen Ausritten bedarf das Tier selbstverständlich einer guten Pflege und Betreuung. Im Zuge dessen entsteht eine tiefe Bindung, die von Mensch und Tier gleichermaßen ausgeht. Pferde haben aber leider eine deutlich kürzere Lebenserwartung als Menschen, so dass sich Pferdehalter früher oder später von ihrem geliebten Tier verabschieden müssen. Die Trauer um das Pferd ist dann groß und erscheint vor allem anfänglich unermesslich.

Um das geliebte Pferd trauern

Pferde sind für ihre Halter zumeist weitaus mehr als ein Haustier, sondern vielmehr ein wichtiger Freizeitpartner. Im Stall trifft man zudem auf Gleichgesinnte, die ebenfalls eine große Leidenschaft für Pferde haben und so recht schnell zu Freunden werden. Durch den Tod des Pferdes verändert sich plötzlich alles. Sofern es das einzige, eigene Pferd war, fällt hierdurch der Grund weg, überhaupt in den Stall zu fahren. So verliert man mit dem geliebten Pferd nicht nur einen guten Freund, sondern mitunter einen Teil seines sozialen Umfeldes.

Nichtsdestotrotz vermeiden es viele Pferdebesitzer nach dem Tod ihres Tieres weiterhin den Stall aufzusuchen, da sie hier schlichtweg die Trauer um das Pferd übermannt. Auf Dauer sollte man diesen Emotionen aber auf keinen Fall aus dem Weg gehen, sondern die Trauer zulassen. Der Stall, der das Heim des Pferdes war, ist ein guter Ort zum Trauern. Einerseits kann man sich seinem Pferd so nahe fühlen und andererseits trifft man hier auf Freunde und Bekannte, die Pferde ebenfalls lieben und die Trauer ohne Weiteres nachvollziehen können. Die anderen Pferdebesitzer kannten das verstorbene Pferd und kennen natürlich dessen Besitzer, so dass sich dieser hier verstanden fühlen kann. Dieses Umfeld kann in der Trauer um ein Pferd eine immense Stütze sein und dabei helfen, über den Tod hinwegzukommen.

In der Anfangsphase der Trauer um das geliebte Pferd ist an die Anschaffung eines neuen Tieres zumeist nicht zu denken. Nach und nach reift der Wunsch aber in vielen trauernden Pferdebesitzern heran. Ist dies der Fall, geht es natürlich nicht darum, das verstorbene Pferd zu ersetzen. Ein neues Pferd kann aber wieder mehr Freude ins Leben bringen und ermöglicht die Wiederaufnahme des geliebten Hobbys. Zudem bleibt man so nach wie vor Mitglied der Stallgemeinschaft und droht nicht, den Kontakt zu verlieren.

Geschrieben von Oliver Schmid.

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