Trauer um den verstorbenen Ehemann

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Mit der Hochzeit bekennt man sich nicht nur öffentlich zu seinem Ehegatten und verleiht der Partnerschaft einen offiziellen Charakter, sondern verspricht sich, ein Leben lang zusammenzubleiben und immer füreinander da zu sein. In vielen Fällen wird die Eheschließung mit den traditionellen Worten „bis dass der Tod euch scheidet“ besiegelt. Tritt dieser Fall aber tatsächlich ein und der Ehemann verstirbt, bleiben die Frau, die Kinder und auch die sonstige Familie voller Trauer zurück. Besonders für die Ehefrau, die ihr Leben gewissermaßen auf der ehelichen Partnerschaft aufgebaut und sich fest an ihren Gatten gebunden hat, kennt die Trauer um den verstorbenen Ehemann keine Grenzen.

Trauer um den verstorbenen Ehemann bewältigen

Der überlebende Ehegatte kann seine neue Situation nicht fassen und ist voller Trauer um den Ehemann nur noch ein Schatten seiner selbst. Alles rückt in den Hintergrund und die Trauer bestimmt den Alltag. Zunächst ist dies absolut normal, aber mit der Zeit durchläuft man gewisse Trauerprozesse und verarbeitet so den Verlust. Nach und nach verblasst der Schmerz und das Leben verläuft wieder in geregelten Bahnen. Dies bedeutet keineswegs, dass der verstorbene Ehemann vergessen ist und keine Rolle mehr spielt. Die hinterbliebene Ehefrau muss allerdings den Umstand akzeptieren, dass ihr Ehemann verstorben ist und in Zukunft nicht mehr Teil ihres Lebens sein wird.

Der verstorbene Ehemann hätte aber mit Sicherheit nicht gewollt, dass seine Frau nun ein Leben lang trauert und keine Freude mehr empfindet. Die Hinterbliebene sollte sich dies immer wieder vor Augen führen und auf keinen Fall den Fehler machen, sich alles zu versagen, wegen eines schlechten Gewissens dem Verstorbenen gegenüber. Eines Tages kommt aber in der Regel der Punkt, an dem die Trauer nicht mehr übermächtig ist und man wieder nach vorn schauen kann. Bahnt sich eine neue Beziehung an, kann die Trauer um den verstorbenen Ehemann eine große Hürde sein, selbst wenn man diese verarbeitet hat. Viele Menschen haben das Gefühl, ihren verstorbenen Partner zu betrügen oder zu hintergehen, und erlauben sich daher keine neue Partnerschaft. In diesem Zusammenhang sollte man bedenken, dass der neue Partner den verstorbenen Ehemann in keinster Weise ersetzen kann oder soll. Nichtsdestotrotz kann eine neue Liebe das Leben bereichern und maßgeblich zu einer glücklichen Zukunft beitragen.

Bevor es allerdings soweit ist und man an eine neue Partnerschaft denken kann, muss man erst einmal lernen, mit dem Tod des geliebten Ehegatten zurechtzukommen. So muss man sich viel Zeit geben, um die Trauer um den verstorbenen Ehemann emotional zu verarbeiten. Wer sich zu schnell in eine neue Beziehung stürzt, gibt sich selbst keine Chance, angemessen zu trauern und leidet hierunter auch noch Jahre später. Zudem kann man so in der Regel auch seinem neuen Partner nicht gerecht werden, weil die verdrängte Trauer um den Ehemann die eigene Gefühlswelt bestimmt.

Themen: Verstorben

Geschrieben von Oliver Schmid.

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