Texte für Kondolenzkarten

Ratgeber, Kondolenz18. Dezember 2010
KondolenzkartenKondolieren bedeutet übersetzt zusammen trauern und wer nicht bei der Familie sein kann, schickt eine Karte, in der er sein Beileid ausdrückt. Kondolenzkarten gibt es schon seit dem vorletzten Jahrhundert und auch heute noch sind schriftliche  Bekundungen zum „ Mein Beleid“ ausdrücken sehr wichtig für die Hinterbliebenen. Wenn man selbst noch nie einen so großen Verlust erleben musste, kann man oft nicht nachvollziehen, wie wertvoll Trauerkarten für die Familie sind. Tröstende Worte sind ein wichtiger Punkt bei der Trauerarbeit und auch Erinnerungen an den Verstorbenen helfen sehr. Viele Familien bewahren die Kondolenzkarten auf und lesen sie einige Wochen nach der Bestattung erneut. Das dient der persönlichen Trauerarbeit und die Anteilnahme von Freunden und Verwandten hilft dabei, den Verlust endgültig zu verarbeiten.

Umschläge mit Trauerrand und Motivkarten

Eine schlichte Karte mit schwarzem Trauerflor und Motiv kann man überall im Handel kaufen und auch ein einfacher, weißer Papierbogen erfüllt den gleichen Zweck. Die Kondolenzkarten sollten allerdings nicht generell in einem Umschlag mit Trauerrand verschickt werden, sondern neutral. Umschläge mit Trauerrand sind in einigen Gegenden Deutschlands den Angehörigen für die Einladung zur Trauerfeier vorbehalten. Der Handel hält meist nur Kondolenzkarten mit Trauerrand auf dem Umschlag bereit, doch dieser lässt sich einfach durch einen neutralen Umschlag ersetzen. Beim Motiv der Trauerkarte gibt es viele Möglichkeiten und auch die Lieblingslandschaft des Verstorbenen darf hier die Karte zieren.

Bekannte Verse und eigene Texte

Mitgefühl und Trauer gehören zu den stärksten Emotionen, die ein Mensch empfinden kann und diese in Worte zu fassen, fällt vielen unendlich schwer. Viele große Literaten und Schriftsteller haben sich im Laufe ihres Lebens mit dem Tod beschäftigt und dabei sind viele Verse entstanden, die man auf Kondolenzkarten findet. Auch in der Bibel gibt es Zitate, die mit wenigen Worten große Emotionen zum Ausdruck bringen. Wer sich nicht als guter Schreiber sieht, kann also auch auf bekannte Trauerverse zurückgreifen und seine Gefühle mit ihnen in Worte fassen. Trotzdem sollten einer Kondolenzkarte ein oder zwei persönliche Zeilen hinzugefügt werden, denn der Trauervers allein wirkt schnell unpersönlich. Die Familie des Verstorbenen ist dankbar für jede Anteilnahme und auch kleine persönliche Erinnerungen dürfen in einer Kondolenzkarte erwähnt werden. Wer einen weißen Papierbogen als Kondolenzkarte nutzt, kann sich auch selbst einen Trauerspruch aussuchen, denn im Internet gibt es viele Sammlungen, die man einsehen kann. Egal ob selbst verfasster Text oder Trauerspruch mit ein paar persönlichen Worten, die Kondolenzkarte spielt eine wichtige Rolle bei der Trauerarbeit und auch selbst kann man mit den lieben Worten ein Stück weit Abschied von einem geliebten Menschen nehmen.

Geschrieben von Oliver Schmid.

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