Religiöse und weltliche Trauerverse

Ratgeber, Kondolenz19. Mai 2011
Nach dem Schock, den einem die Nachricht von einem Todesfall versetzt, fehlen vielen Menschen die Worte, um ihrer Betroffenheit und Anteilnahme den richtigen und angemessenen Ausdruck zu verleihen. Und doch möchte man anderen trauernden Menschen mit seinen Worten Trost spenden und sie spüren lassen, dass sie nicht allein sind. Daher greifen viele Menschen gerne auf Trauerverse, Gedichte und Sprüche zurück, die von Dichtern, Denkern, religiösen Menschen und Philosophen in wohlgesetzten Worten verfasst wurden. Sie drücken oft viel besser als die eigenen Worte die Emotionen aus, die jemanden bewegen.

Religiöse Trauerverse

Für Menschen, die im christlichen Glauben verankert sind, bieten sich natürlich religiöse Trauerverse an, die den Gedanken an Gott und die Auferstehung als tröstenden Inhalt haben. Man kann entweder selbst in der Bibel oder religiösen Werken nach passenden Versen suchen, wie zum Beispiel dem folgenden:
"Aber die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, und keine Qual rührt sie an" (Weish. 3,1)
Wer keinen Zugriff auf derartige Literatur hat oder den Zeitaufwand nicht ermöglichen kann, der kann natürlich auf das Internet zurückgreifen. Dort finden sich verschiedene religiöse Trauersprüche wie auch den obigen aus unterschiedlichen Quellen (siehe unseren Tipp).

Weltliche Trauerverse

Auch in der Literatur, der Lyrik und philosophischen Werken finden sich sehr berührende und tröstliche Verse, die die Gefühle beim Tod eines Menschen oder die Vorstellung vom Tod sehr schön ausdrücken können.
So der folgende Vers: „Sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen, sondern schließe deine Augen und du wirst mich unter euch sehen, jetzt und immer.“ Khalil Gibran
Einen anderen Aspekt des Todes zeigt der unten stehende Vers auf, der verdeutlicht, dass nach einem sehr langen oder mühseligen Leben der Tod auch eine Art der Erleichterung sein kann:
„Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und seine Last fallen lassen dürfen, die man sehr lange getragen hat, das kann Erlösung sein.“ Hermann Hesse
Tipp: Sowohl bei religiösen wie auch bei weltlichen Trauerversen kann man wieder auf das Internet zurückgreifen, welches eine Fülle an Quellen zur Verfügung stellt. Auf der Seite  Trauersprueche.org wurden die klassischen bekannten und ungewöhnlichere Trauerverse liebevoll zusammen getragen. Verschiedene Verse der Dichtkunst von vielen bekannten und unbekannteren Dichtern wurden gesammelt und auf dieser Seite kostenlos zur Verfügung gestellt.

Geschrieben von Oliver Schmid.

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