Persönliche Trauerbriefe

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Ereignet sich im näheren Umfeld ein Trauerfall, ist man stets tief berührt und von Schmerz erfüllt, denn jeder Todesfall bedeutet den Verlust eines geliebten Menschen und führt einem zugleich die Endlichkeit des eigenen Daseins vor Augen. Dass man den Angehörigen in irgendeiner Form beistehen möchte und ihnen zeigen will, dass sie nicht alleine sind, ist zumeist eine Selbstverständlichkeit. Hierbei sollte man allerdings nicht irgendeine beliebige Form wählen, sondern stattdessen einen persönlichen Trauerbrief verfassen. Anhand eines solchen Kondolenzbriefes werden die Trauer des Verfassers sowie dessen Respekt, Liebe und Wertschätzung dem Verstorbenen gegenüber auf stilvolle Art und Weise zum Ausdruck gebracht.

Persönliche Trauerbriefe richtig formulieren

Ein persönlicher Trauerbrief ist vor allem dann ein absolutes Muss, wenn zwischen dem Verfasser und dem Verstorbenen eine enge Beziehung bestanden hat. Auch wenn man sich den Angehörigen eng verbunden fühlt und diesen in dieser schweren Zeit beistehen möchte, ist ein persönlicher Trauerbrief nahezu obligatorisch. Natürlich soll das Verfassen eines Trauerbriefes kein Zwang sein, aber in der Regel empfindet man dies ohnehin als seine Pflicht. So ist es dem Umfeld ein persönliches Anliegen, die Angehörigen mit tröstender Kondolenz zu unterstützen.

Viele Menschen möchten beim Schreiben eines Trauerbriefes am liebsten auf Vorlagen und Muster zurückgreifen, da sie die Kondolenz als schwierige Aufgabe empfinden. Angesichts des traurigen Anlasses ist es auch vollkommen natürlich, dass man Hemmungen hat und zunächst nicht die richtigen Worte findet, um sein Beileid zu bekunden. Beispiele und Vorlagen erweisen sich daher häufig als große Hilfe und erleichtern den Einstieg in die Kondolenz. Dennoch darf man nicht außer Acht lassen, dass man einen persönlichen Trauerbrief verfassen will. Nur persönliche Trauerbriefe geben authentisch wieder, was man an dem Verstorbenen geschätzt hat und wie man nun fühlt, da dieser verstorben ist. Gleichzeitig darf man es mit den eigenen Emotionen nicht übertreiben und sollte diese im Rahmen des Trauerbriefes zurückstellen, schließlich geht es vorrangig darum, sein Beileid zu bekunden und den Angehörigen Trost zu spenden.

Bild: Trauerfeier von Johann Christian Schamberg, Rektor der Universität Leipzig, im Jahre 1706.
Bildquelle: WolfgangMichel; Public Domain

Geschrieben von Oliver Schmid.

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