Kosten einer Feuerbestattung

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Die Feuerbestattung gehört aus verschiedenen Gründen zu den Bestattungsarten, die immer öfter von den Hinterbliebenen gewählt werden und bei der traditionellen Erdbestattung zu rückläufigen Zahlen führen. Die Kosten der Feuerbestattung hängen dann unter anderem davon ab, wie nach der Einäscherung mit der Urne verfahren werden soll. Hier spielen die Wünsche des Verstorbenen eine große Rolle, doch entscheidend ist auch der Geldbeutel der Hinterbliebenen, denn diese bezahlen die Beerdigung. Wer eine kostengünstige Variante aus wirtschaftlichen Gründen wählt ist auch deshalb noch lange nicht pietätlos. Anonyme Bestattungen sind heutzutage häufiger gewählt, als mancher denkt.

Einzel- oder Gemeinschaftsgrab nach der Einäscherung

Bei der Feuerbestattung hat man grundsätzlich die Wahl, ob man ein einzelnes Urnengrab möchte oder die Urne anonym in einem Gemeinschaftsgrab beisetzen lassen möchte. Das Einzelgrab bietet den Angehörigen nach wie vor die Gelegenheit, einen speziellen Ort der Erinnerung zu haben, an dem sie mit dem Verstorbenen Zwiesprache halten können, den sie liebevoll pflegen und zu bestimmten Anlässen besonders schmücken können – für sehr viele Menschen ist dies ein wichtiger Faktor.

Bei einem Gemeinschaftsgrab und der Beisetzung in einem Urnenfeld ist der genaue Ort der Beisetzung nicht bekannt, man kann also nur das ganze Feld besuchen, aber die Grabstelle nicht individuell mit einem Grabstein kennzeichnen oder mit Blumen schmücken.

Kostenfaktoren der Feuerbestattung

Die kostengünstigste Variante der Feuerbestattung ist die anonyme Urnenbestattung, die schon ab etwa 700 Euro erhältlich ist. Dazu kommen eventuell noch die jeweiligen Friedhofsgebühren, die bei einer anonymen Beisetzung jedoch deutlich geringer sind als bei einem Einzelgrab; so ist für die Urnengrabstelle im Urnenfeld mit etwa 150 bis 250 Euro zu rechnen. Die Grabpflege ist mit dem Erwerb der Grabstelle abgegolten und wird von der Friedhofsgärtnerei übernommen.

Entscheidet man sich für ein gekennzeichnetes Urnengrab, liegen die Kosten höher, da hier bei den Friedhofsgebühren für die Grabstelle je nach Friedhof und Art des Grabes mit einem höheren Aufwand zu rechnen ist. Aufgrund der kleineren Grabfläche ist ein Urnengrab jedoch immer noch kostengünstiger als eine Grabstelle für eine Erdbestattung. So ist eine Feuerbestattung mit einem Einzelgrab schon ab etwa knapp 1000 Euro erhältlich, meisten belaufen sich die Kosten auf an die 1700 Euro (abhängig unter anderem von den Friedhofsgebühren). Bei dieser Variante der Feuerbestattung muss man jedoch bedenken, dass Folgekosten anfallen für die Gestaltung des Grabes, den Grabstein sowie für die Grabpflege.

Nach der Einäscherung kann die Urne auch per Seebestattung beigesetzt werden. Die kostengünstigste Variante, bei der die Trauergemeinde an Land vom Verstorbenen Abschied nimmt, beginnt schon bei etwa 700 Euro, da hier keinerlei Friedhofsgebühren für die Grabstelle anfallen. Auch hier fallen keinerlei Folgekosten mehr an.

Geschrieben von Angelika Schmid.

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